München, 31. Januar 2012
Beim Skifahren während der Klassenfahrt nur mit Helm auf die Piste
Nur mit Helm auf die Piste – das empfehlen die Kommunale Unfallversicherung Bayern (KUVB) und die Bayerische Landesunfallkasse (BayerLUK) den Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften beim schulischen Skisport. „Am besten machen Lehrer schon bei der Vorbereitung von Wintersporttagen oder Skikursen deutlich, dass der Helm beim alpinen Skisport oder Snowboarden Pflicht ist“, sagt Heiko Häußel, Präventionsexperte bei der KUVB. „Dann gibt es hinterher keine Diskussionen auf der Piste.“
Das Tragen von Helmen ist ein wichtiger Teil der sicheren Organisation schulischer Skisportveran-staltungen, für die die Lehrkraft die Verantwortung trägt. „Auf der Piste ist der Lehrer Vorbild“, so Häußel. „Das bedeutet, auch beim Thema Helm mit gutem Beispiel voranzugehen. Wenn sich die Freizeitsportler auf der Piste das Helmtragen ebenfalls abschauen, umso besser.“
Weniger Kopfverletzungen dank Ski-Helm
Skifahrer und Snowboarder sind sich zunehmend der Gefahren bewusst und tragen einen Helm. Das führte zu einem Rückgang der Kopfverletzungen um rund 20 Prozent im letzten Winter, wie die Auswertungsstelle für Skiunfälle ermittelte. Helme können Unfälle zwar nicht verhindern, aber die Schwere der Verletzung vermindern. Österreichische Untersuchungen haben ergeben, dass Helmträger 50 Prozent weniger Gehirnerschütterungen erleiden als Skifahrer ohne Helm. Daher besteht in Österreich und Italien bereits eine Helmpflicht für Kinder und Jugendliche.
Ganz wichtig: Der Helm muss passen und sollte deshalb ausprobiert werden, bevor es auf die Piste geht. Beim Kauf empfiehlt es sich daher, Mütze oder Stirnband mitzunehmen. Auch die DIN EN 1077 " Helme für alpine Skiläufer und für Snowboarder" sollte erfüllt sein.
Weitere Informationen zur sicheren Gestaltung von Klassenfahrten und Wintersport erhalten Lehrkräfte direkt bei der KUVB. Zu beachten sind auch die Regeln der International Ski Federation (FIS) zum sicheren Skifahren.
KUVB und BayerLUK sind die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung für die rund 1,4 Millionen Schulkinder in Bayern. Der Versicherungsschutz ist für Schüler und Eltern kostenfrei.
Weitere Informationen rund um die gesetzliche Unfallversicherung gibt es unter www.kuvb.de.

 - Auch wenn viele Sicherheitsstiefel durchtrittsichere Sohlen haben, gehören Nagelbretter beseitigt – schließlich dürfen Kinder barfuß laufen und brauchen keine Sicherheitsschuhe.
„In einen rostigen Nagel getreten und Blutvergiftung bekommen“ sind aussterbende Meldungen.
Anders als bei aussterbenden Tier- oder Pflanzenarten sind Meldungen dieser Art erfreulich. „Schuld“ an der Freude sind zwei Entwicklungen:
Die Sicherheitsschuhe mit Trittschutz haben ein hohes Komfortniveau erreicht und kosten kaum mehr als normale Arbeitsschuhe.
Das Sicherheitsbewusstsein der Bäuerinnen und Landwirte hat sich von Fuß bis Kopf enorm gewandelt:- Sie wissen, wie sie sicher zu Fuß sind (Sicherheitsschuhwerk, Sicherheitsstiefel, durchtrittsichere Sohlen, Schnittschutz in Forststiefeln gegen Motorsägenverletzungen.
- Und sie wissen, dass ein alltäglich möglicher Sturz die Lebensqualität in den Keller reißt – oft für die ganze Familie.
Schuhkomfort und Schutzkomfort entwickeln sich ständig weiter. Viele Ideen und Anregungen dazu kommen direkt aus der Praxis.
In den Unternehmerseminaren der landwirtschaftlichen Sozialversicherungen lernen die Praktiker die Neuerungen bezüglich Sicherheitsschuhwerk kennen (für Landshut und Augsburg: Heidi Perzl, Tel. 0871/696-326, E-Mail adelheid.perzl[at]landshut.lsv.de und Werner Graßl, Tel. 0821/4081-318, E-Mail werner.grassl[at]augsburg.lsv.de).
Und wie beim Auto gilt: - Die Kraft, die am Boden ankommt, hängt von der (Gummi)-Mischung und vom Profil ab, je nach Einsatzzweck – siehe Sommer- und Winterreifen.
- Trittschutzeinbauten sind mittlerweile so leicht und flexibel, dass ein Komfortunterschied zu nicht ausgerüsteten Stiefeln nicht mehr erkennbar ist.
Fritz Allinger, LBG NOS
 - Rampe und Umgebung bilden zusammen ein hohes Sturz- und Verletzungsrisiko. Mit einfachen Maßnahmen lässt sich die Situation entschärfen.
Weil der Weg zum neuen Bullenstall am kürzesten über eine provisorische Rampe führt, wird der Getreidebruch mittels Schubkarre direkt vor die Fressermäuler transportiert.
„Die Zwischenlösung kommt März, spätestens April weg“, meint der Landwirt, „dann soll die Bruchmühle oben, gegenüber dem neuen Stall stehen.“
„Bis dahin kommt an die Rampe ein Handlauf oder ein Geländer, damit im Fall des Falles niemand abstürzt“, wünscht sich der Außendienstmitarbeiter der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft. Der Landwirt und seine Frau sind sofort dafür. Schließlich benutzen beide und der Sohn die Rampe mehrmals täglich.
Zur Risikobetrachtung gehören neben der Rampe der neue Rinderstall mit dem Umtreiben der Tiere, die Güllelagerung samt Aufrühren und Gasgefahr.
Und auch das Angebot für pflegende Angehörige – eine Trainings- und Erholungswoche in Bad Birnbach mit dem Namen „PibS“ (Personen in belastenden Situationen) wird angesprochen.
Betriebsbesichtigungen sind der perfekte Anlass, betriebliche Risiken zu erkennen und über die Angebote der landwirtschaftlichen Sozialversicherung (LSV) für ihre Kunden zu sprechen, sind sich das Unternehmerehepaar und der LSV-Mitarbeiter einig.
Betriebsbesichtigungen anmelden können Bäuerinnen und Landwirte bei ihren Beratern der Sozialversicherung in Landshut bei Monika Maier (Tel. 0871/696-440, E-Mail monika.maier[at]landshut.lsv.de).
Fritz Allinger, LBG NOS
Am Ende eines Waldseniorentages stehen noch ein paar Senioren zum Diskutieren des Erlebten beieinander. Da werden sie vom Fahrer des Harvesters, Matthias M., mit dessen Erkenntnis konfrontiert:
„Ihr kommt mir vor wie meine Mam: Den ganzen Winter hat sie die angefaulten Äpfel aus dem Keller geholt, ausgeschnitten und das noch Verwertbare gegessen oder verarbeitet. Die guten Äpfel hat sie im Keller gelassen und erst dann genommen, wenn sie angefault oder schrumpelig waren.
Ihr macht es mit Euren Bäumen auch nicht anders: Die guten Bäume lasst Ihr stehen bis sie faul werden. Das Schlechte und das Mindere schneidet Ihr raus und macht Brennholz draus. Meine Mam hat so den ganzen Winter nichts von den guten Äpfeln gehabt. Und Ihr habt nichts von Eurem wertvollen Holz.“
Die Bemerkung des Harvesterfahrers macht die Waldsenioren nachdenklich. Dass sie waldbaulich einiges nachholen könnten, wurde ihnen während des Tages bewusst.
Johann Gaisbauer, Forstdirektor im Amt für Land- und Forstwirtschaft im Landkreis Deggendorf, meint dazu verständnisvoll: „Landwirte mit Waldbesitz und private Waldbesitzer bewirtschaften ihre Wälder selten nach waldbaulichen Grundsätzen. Wo hätten sie es auch gelernt? Mit der Waldbauernschule in Kelheim auf dem Goldberg (Tel. 09441/6833-0, www.waldbauernschule.de) haben wir in Bayern einen Juwel forstwirtschaftlicher Fortbildung. Jedem Waldbesitzer kann der Besuch der Waldbauernschule empfohlen werden.“
Dieser Hinweis war für die Senioren am Ende des Waldtages beruhigender als die Meldung des Mitarbeiters der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft: „Meine Mam holt auch immer nur die angefaulten Äpfel aus dem Keller.“
Fritz Allinger, LBG NOS
 - Abgenützte Teile rechtzeitig erneuern
Die regelmäßige Kontrolle von Verschleißteilen und das rechtzeitige Erneuern kann schwere Unfälle vermeiden. Durchgescheuerte Mähmesser-Haltebolzen an Kreiselmähern können die Ursache für ein Fortschleudern von Mähmessern sein.
An nicht rechtzeitig erneuerten Rasenmähermessern werden die Befestigungsnieten der Windflügel rasch abgenutzt. Messer- und Windflügelteile können wie Geschosse davonfliegen.
Jetzt im Winter können Mäher, Messer, Messerhalten und Windflügel überprüft und erneuert werden.
Regelmäßige Kontrolle verhindert Unfälle!
Martin Goldbrunner, LBG NOS
Eine bittere Bilanz muss die Land- und forstwirtschaftliche Berufsgenossenschaft (LBG) Niederbayern/Oberpfalz und Schwaben am Ende des Jahres 2011 ziehen, was die tödlichen Unfälle betrifft.
Mit 39 getöteten Menschen in der Land- und Forstwirtschaft starben viel mehr Personen als in den Jahren zuvor.
Besonders tödlich waren der November und der Dezember.
Insgesamt 10 tödliche Unfälle wurden der LBG von Anfang November bis Ende Dezember gemeldet: - Bei der Apfelernte von Hubgerüst gestürzt (m, 69 Jahre)
- Verkehrsunfall (m, 71 Jahre)
- Beim Verbrennen von Holzresten Rauchvergiftung erlitten (m, 78 Jahre)
- Beim Ausbringen von Gülle mit Traktorgespann umgestürzt (m, 20 Jahre)
- Beim Fällen einer Buche von dieser erfasst worden (m, 59 Jahre)
- Durch Güllegase betäubt in die Güllegrube gestürzt und erstickt (m, 27 Jahre)
- Von Baum erschlagen (m, 72 Jahre)
- Bei Baumfällarbeiten am Hof tödlich verletzt (m, 52 Jahre)
- Durch Holzboden durchgebrochen und abgestürzt (m, 76 Jahre)
- Beim Fällen eines Baumes von abgeschlagenem Wipfel getroffen worden (m, 38 Jahre)
Der Wald, beziehungsweise das Fällen von Bäumen, trägt großen Anteil am Unfallgeschehen. Trotz vieler Aktivitäten für mehr Sicherheit bei der Waldarbeit (Waldbauernschule, Motorsägenlehrgänge, Waldtage und Waldseniorentage, …) erntet der Tod immer wieder grausam mit.
Tote bei der Waldarbeit oder bei Baumarbeiten
1. Beim Fällen eines Baumes von einem herab fallenden morschen Eschenast getroffen worden (m, 51) PAN 2. Beim Sägen mit der Motorsäge in den linken Oberarm geschnitten und Schlagader durchtrennt (m, 75) LI 3. Beim Fällen eines Vorhängers riss dieser auf und der absplitternde Stamm traf den flüchtenden Waldarbeiter am Hinterkopf (m, 47) SAD 4. Beim Fällen eines Baumes in Rückweiche gegangen und vom Gipfel einer anderen Kiefer getroffen worden (m, 40) CHA 5. Bei Waldarbeiten von Baggerausleger getroffen worden (m, 15) NEW 6. Bei Rückearbeiten vom Schlepper überrollt worden (m, 72) R 7. Bei Rückearbeiten vom Rückeschlepper überrollt worden (m, 64) REG 8. Beim Fällen einer Buche von dieser erfasst worden (m, 58) UA 9. Von Baum erschlagen (m, 72) REG 10. Beim Fällen eines Baumes von abgeschlagenen Wipfel getroffen worden (m, 38) SAD
Mensch und Zugmaschine
Landwirte verunglücken mit Traktoren. 2011 besonders häufig und tragisch. Die Unfallhergänge sind einfach zu beschreiben: - Den wegrollenden Traktor aufhalten wollen und selbst überrollt werden.
- Den alten Traktor vom Boden aus starten und überrollt werden und neu:
- Mit dem neuen Traktor verunfallen, weil die Kontrolle über das Fahrzeug oder das Gespann verloren geht – auch mitten auf der Straße und ohne schwierige Fahrbedingungen.
Warum Gurt?
Landwirte lehnen Gurte ab (700 von fast 1.000 Befragten würden weder einen Gurt mitkaufen noch einen vorhandenen Gurt benutzen). Warum dies so ist: - Wegen des häufigen Auf- und Absteigens?
- Wegen der Unbequemlichkeit des Bauchgurtes? – „Scheuert am Bauch durch die Bewegung des Sitzes“, reklamieren Praktiker.
- Wegen der (falsch) empfundenen Sicherheit auf dem Traktor: „Der Stärkere bin ich…“ – oder
- Wegen der fehlenden Sanktionen (= Strafen)?
Urteilen Sie selbst.
Das Elend mit den Leitern
Jedes Jahr sterben Menschen, weil sie auf Leitern steigen, auf Leitern arbeiten (wollen), mit der Leiter stürzen, von der Leiter stürzen oder beim Übersteigen von der Leiter aufs Dach abstürzen. Noch sind Arbeitskörbe und Hubarbeitsbühnen die seltenere Wahl in der Landwirtschaft gegenüber Leitern. Die Zukunft wird das ändern. Das Gewerbe zeigt dies bereits.
Besonderheit: Güllegase
Güllegase haben im Jahr 2011 zwei Menschen in Bayern getötet. Das Gas, das das Leben nimmt, heißt Schwefelwasserstoff-Gas. Es lauert am Boden, in Schächten und Gruben. Wenn Wind weht und Regen fällt, ist es fast nie nachweisbar. In geschlossenen Räumen erreicht es sehr rasch tödliche Konzentrationen. Einmal bücken und einmal einatmen kann zum vollkommenen Kontrollverlust und sogar zum Atemstillstand führen. Weil unterschiedliche Gaskonzentrationen ganz unterschiedliche Reaktionen des menschlichen Körpers auslösen, gibt es keine zuverlässigen Verhaltenshinweise für den Umgang mit dem heimtückischen Gas.
Folgende Regeln gelten immer:- 112 wählen – Rettung rufen
- Das Gas ist unten oder füllt Behälter (z. B. Güllefässer oder Schächte).
- Bücken und einatmen sind gefährlich, solange Gülle bewegt wird.
- Lüften ist wichtig.
- Geschlossene Räume mit Gülle, die daraus abgelassen wird, sind extrem gefährlich.
- Betäubte Tiere, benommene Menschen, Leblose bergen ist instinktiv richtig, aber wegen des Gases lebensgefährlich: Der Retter stirbt mit dem Opfer.
112 wählen …
Vor jedem Rettungsversuch die rettende Nummer 112 wählen.
Wenn die Verzweiflung unermesslich groß ist: Mit 112 kann weiteres, nicht kalkulierbares Leid abgewendet werden. Oft folgen den ersten Opfern weitere Personen, weil sie die Gefährdungssituation in ihrer Not nicht beurteilen können.
Warum war 2011 so schlimm?
Warum war das Jahr 2011 bei den tödlichen Unfällen so schlimm:
Weil das Wetter ungewöhnliche Auffälligkeiten bot: Wer hätte zwei Monate (Oktober/November) mit Sonne und vermehrten Aktivitäten im Wald und in der Landwirtschaft (z. B. Transportarbeiten) vorhergesagt.
Der Schneebruch Anfang des Jahres 2011 ließ die Unfallzahlen bereits explodieren.
Für den Januar 2012 zeichnen sich bereits Wetterkapriolen ab. Hoffentlich spiegelt sich dies nicht in den Unfallzahlen wider.
Fritz Allinger, LBG NOS
Der/die Erste, der oder die das Haus verlässt, streut. Genau so wichtig wie der Segensspruch am Hauseingang ist im Winter der Hinweis am Ausgang: „Streu gut“.
Mit ihren 10.000-fach verteilten Streuschaufeln will die landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft den Ausrutschern Einhalt gebieten.
Unter dem Motto: “Stets sicher gehen – Sand oder Split streuen“ wird für sichere Wege rund um Haus und Hof geworben. Wer eine oder mehrere Streuschaufeln haben will, schickt eine Postkarte, ein E-Mail oder ein Fax an seine landwirtschaftliche Sozialversicherung. Wer mehr für seine persönliche Fitness tun will, meldet sich bei Silvia Renner für das 6 x 1 1/2-stündige Kursprogramm „Standfest und fit durchs Leben“ an: Tel.: 0871/696-276, E-Mail Silvia.Renner[at]landshut.lsv.de, Fax: 0871/696-9499 oder Gerd Gmeinwieser, Tel. 0871/696-210, E-Mail Gerd.Gmeinwieser[at]landshut.lsv.de.
Fritz Allinger, LBG NOS
 - Streu gut – Bei Eis, Schnee, Gefrierglätte muss der oder die Erste streuen. Alle Nachfolgenden profitieren von der Fürsorge.
 - Skizze: Futtertisch
 - Ballenabwerfen birgt hohes Risiko
Das unkontrollierte Abwerfen von Rund- oder Quadergroßballen ist verboten. Beim Abwerfen von Großballen durch Bodenöffnungen, Futterluken, Wandöffnungen oder seitlich auf Futtertische sind wiederholt Personen schwer verletzt oder getötet worden.
Werden Ballen unkontrolliert abgeworfen, werden gleichzeitig mehrere Unfallverhütungsvorschriften verletzt. Im Schadensfall muss sich der „Abwerfer“ mit haftungsrelevanten Tatbeständen konfrontieren lassen.
Wie geht es sicher? - Großballen ebenerdig lagern, so dass ein Abwerfen entfällt. In Betrieben mit hohen Lagerkapazitäten ist dies eine gute und arbeitswirtschaftlich sinnvolle Alternative.
- Lagerplätze tauschen: Oft werden Lagerplätze für Dinge genutzt, die selten gebraucht werden, z. B. alte Gitterboxen, Altmaschinen(teile). Dagegen werden Ballenlager, die häufig begangen oder benutzt werden, in der Höhe angelegt. Lagertausch – zu Gunsten des Ballenlagers – bringt arbeitswirtschaftlich Vorteile und senkt das Risiko. Auch wenn nur ein Teil der Ballen vernünftiger gelagert werden kann.
- Großballen im Lager auflösen und lose Ware sicher zum Verwendungsort bringen. Achtung: Beim Auflösen im Lager wird „Federspeicherenergie“ frei. Deshalb nie auf der Leiter stehend ("Beim Aufschneiden eines Ballens von der Leiter gestürzt und tödliche Verletzungen erlitten")
- Zum Hinunterwerfen von loser Ware (Heu/Stroh) eignen sich vollwandige Trichter mit einer Höhe von 1,30 Meter für die Kranbeschickung und „Futtertische“ mit stabiler Tischplatte, festen Seitenwänden und einer Futterluke, die von der Tischplatte 30 cm überragt wird (siehe Skizze).
- Ballen kontrolliert abwerfen: Dies funktioniert nur, wenn eigens dafür vorgesehene, abgetrennte Bereiche vorhanden sind. Zudem müssen diese Bereiche unmittelbar vor dem Abwurf eingesehen werden können, damit Personenfreiheit im Auftreffbereich garantiert ist.
- Futtergänge als Abwurfzonen sind damit aus praktischen Gründen für einen Großballenabwurf ausgeschlossen.
Weil in der Praxis die Ballenabwerfsituationen oft nicht ganz einfach zu lösen sind, bietet der Außendienst der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft betriebsindividuelle Lösungen an. Einfach anrufen (0871/696-440 Monika Maier, 0821/4081246 Heidi Diesenbacher, 089/45480-500 Hotline).
Fritz Allinger, LBG NOS
 - Ausschneiden und aufhängen !
Schwefelwasserstoff-Gas tötet in Bayern heuer bereits zwei Landwirte
Beim Umgang mit Gülle – z.B. beim Ablassen, Aufrühren, Waschen von Güllekanälen – tritt das giftige Gas aus der Gülle aus.
Deutlich schwerer als Luft
Schwefelwasserstoff-Gas füllt zuerst Gruben, Schächte und Kanäle und breitet sich dann über den Boden aus, da es deutlich schwerer als Luft ist.
Mit den Füßen im Giftgas-See
Arbeiten Landwirte im Güllebereich, kann es durchaus vorkommen, dass sie mit den Füßen in einem Giftgas-See stehen. Wer sich bückt oder hinkniet, um ein Werkzeug aufzunehmen, ein betäubtes Tier zu bergen oder um die ablaufende Gülle zu kontrollieren, begibt sich in Lebensgefahr.
Vergiftet durch einen Atemzug
Bereits ein Atemzug in Schwefelwasserstoff-Atmosphäre vergiftet oder tötet Lebewesen. Die Atmung wird gelähmt und die Sauerstoffübertragung im Blut unterbrochen.
Heimtückisch, weil unsichtbar und unriechbar
Schwefelwasserstoff-Gas ist nicht riechbar, weil es in geringsten Konzentrationen den Geruchssinn lähmt. Auch ist es unsichtbar. Weil es die Nerven lähmt, merkt der Vergiftete wenig oder gar nichts von seinem Zustand: Übelkeit, Schwindel, Unkoordiniertheit bis hin zur Besinnungslosigkeit.
Retter in höchster Gefahr
Wer eine ohnmächtige Person birgt, bückt sich und atmet wegen der Aufregung und Anstrengung heftig.
Geschieht dies in einer Schwefelwasserstoff-Gas Umgebung erleidet der vermeintliche Retter das Schicksal des ersten Opfers. Rettungsversuche sind daher selten erfolgreich. Retter müssten angeseilt sein und wie Taucher die Luft anhalten oder durch Sauerstoffgeräte versorgt sein.
Ausschneiden und aufhängen
Gülle und Gas gehören zusammen. Wer an das Gas denkt, wenn er mit Gülle arbeitet, kann sich besser gegen Giftwirkung schützen.
Schneiden Sie diesen Artikel aus und hängen Sie ihn zum Telefon, in den Stall oder wohin Sie immer möchten.
Fritz Allinger, LBG NOS
Im vierten Quartal verunglückten heuer bisher 16 Landwirte tödlich in der Land- und Forstwirtschaft in Niederbayern/Oberpfalz und Schwaben.
Im einzelnen lagen den tödlichen Unfällen folgende Unfallursache zugrunde (Geschlecht und Alter der Getöteten in Klammern): - Mit Schlepper umgekippt (m, 48 Jahre)
- Vom Hoftrac überrollt worden (m, 87 Jahre)
- Mit Traktorgespann umgekippt (m, 39 Jahre)
- Sturz auf Betonkante eines Beetes (m, 71 Jahre)
- In der Baugrube von Erdmassen verschüttet worden (m, 39 Jahre)
- Auf der Fahrt zur Jagd von Ackerschiene gestürzt (m, 59 Jahre)
- Bei der Apfelernte von Hubgerüst gestürzt (m, 69 Jahre)
- Verkehrsunfall (m, 71 Jahre)
- Beim Verbrennen von Holzresten Rauchvergiftung erlitten (m, 78 Jahre)
- Beim Ausbringen von Gülle mit Traktorgespann umgestürzt (m, 20 Jahre)
- Beim Fällen einer Buche von dieser erfasst worden (m, 59 Jahre)
- Vor der Milchkammer gestürzt (m, 43 Jahre)
- Durch Güllegase betäubt in die Güllegrube gestürzt und erstickt (m, 27 Jahre)
- Von Baum erschlagen (m, 72 Jahre)
- Bei Baumfällarbeiten am Hof tödlich verletzt (m, 52 Jahre)
- Durch Holzboden durchgebrochen und abgestürzt (m, 76 Jahre)
Die Gesamtzahl der tödlichen Unfälle erhöhte sich damit auf 36 (im Vorjahr insgesamt 27). Die Sicherheitsberater der Land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft Niederbayern/Oberpfalz und Schwaben warnen eindringlich, jetzt vor Beginn der waldarbeitsintensivsten Jahreszeit, vor den großen Gefahren dieser unfallträchtigen Arbeit.
Hans Maurer, LBG NOS
Zu oft tödlichen Fallen werden alte Birkenstämme, die unter der Dominanz von größeren Nadel- oder Laubbäumen langsam zu faulen beginnen und absterben. Beim Fällen solcher Bäume kann es passieren, dass Äste herab brechen bzw. der ganze Stamm während des Fällens in sich zusammen bricht.
Was ist zu tun?
Ist die Birke nicht das Produktionsziel eines Waldbesitzers auf seiner Waldfläche, so ist diese rechtzeitig aus dem Bestand zu entnehmen, um solch gefährliche Situationen schon vorab zu entschärfen. Soll die Birke aber einen Beitrag zur Wirtschaftlichkeit des Betriebes beitragen, so ist diese kurzlebige Baumart (60 - 70 Jahre) richtig im Bestand zu fördern und zu pflegen. Eine sehr gute Informationsquelle ist hier das Merkblatt 27 der LWF vom Jahr 2000.
Befinden sich in einem Bestand bereits abgestorbene Birken, sind diese mit besonderer Vorsicht und Aufmerksamkeit zu behandeln. Optimal ist die Fällung durch den Einsatz von Maschinen (Harvester). Ist dies nicht möglich, dürfen solche Arbeiten nur von geschulten und erfahrenen Personen durchgeführt werden. Während des Fällvorgangs ist der Baum ständig durch eine zweite Person zu beobachten. Beginnt der Baum zu fallen, ist in die Rückweiche zurückzutreten und der Baum bzw. der Kronenbereich der umstehenden Bäume zu beobachten.
Auskünfte für Fragen zum Thema erhalten sie für Landshut unter der Telefonnummer: 0871/696-282 oder 280, E-Mail: praev[at]landshut.lsv.de.
Josef Gölzhäuser, LBG NOS
 - Typisches Bild einer morschen Birke nach dem Fällen - Stock-durchmesser 40 cm.
Wer sich gern und viel in der Natur bewegt, nimmt viel in Kauf - auch Nebenwirkungen: Bergauf schwitzen, heiße Hufe, Kohldampf, "Ist-es-noch-weit-Fragen", stummes (Ver-)zweifeln. Aber auch das: Die Freude, angekommen zu sein, ein warmes Essen, das sooo gut schmeckt, Wärme in den Muskeln und auf der Haut und am Abend ein Gefühl der Zufriedenheit und die Freude auf ein warmes Bett und guten Schlaf.
Dass nebenbei der Kreislauf und das Herz trainert und Muskeln und Skelett gestärkt wurden, sind Nebenwirkungen, die gar nicht auffallen.
Und dass die Immunabwehr ein gutes Stück stärker wurde, ging auch so nebenbei. Wer dann noch vom Ausflug am Wochenende die eine oder andere kleine Geschichte erzählen kann, startet mit Schwung und Energie in die Arbeitswoche. Und gibt sich bei nächster Gelegenheit wieder die Pille "Natur pur - Nebenwirkungen erwünscht".
Fritz Allinger, LBG NOS
 - Ganz so rauh wie beim Schneeschuhwandern auf den Lusen müssen Naturerlebnisse nicht sein - sich draußen bewegen ist immer ein Gewinn für Körper und Seele.
Stark zugenommen haben die Unfälle in der Land- und Forstwirtschaft in Niederbayern, Oberpfalz und Schwaben bis Ende September 2011.
Insgesamt wurden bei der Land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft Niederbayern / Oberpfalz und Schwaben 12.912 Unfälle gemeldet, davon 20 tödliche. Das waren knapp 700 Unfälle mehr als im Vorjahr.
Bei den tödlichen Unfällen ereigneten sich sieben bei der Waldarbeit. 15 der tödlich Verletzten waren älter als 50 Jahre. Unfälle bei der Waldarbeit haben gegenüber 2010 um mehr als 50 % zugenommen. Aus Sicht der Unfallverhütung ist eindeutig das maschinelle Holzernteverfahren (Harvestereinsatz) die sicherste Methode.
Ein weiterer Unfallschwerpunkt sind Stürze von der Leiter. Hier der eindringliche Rat der Sicherheitsberater, im Außenbereich Hubarbeitsbühnen verwenden (ggf. ausleihen). Für den Innenbereich gilt es, Leitern möglichst durch Treppen zu ersetzen.
Einen kostenlosen Sicherheitscheck Ihres Betriebes mit eingehender Beratung können Sie gerne bei dem für Ihren Landkreis zuständigen Sicherheitsberater anfordern.
Für Niederbayern/Oberpfalz in Landshut unter: Tel. 0871/696-440/282. Informationen zur Land- und forstwirtschaftlichen Sozialversicherung (LSV) erhalten Sie im Internet unter: www.nos.lsv.de
Hans Maurer, LBG NOS
Autofahrer erkennen Kinder deutlich früher. Auch Mützen und Helme bestücken
München, im Oktober 2011
In Herbst und Winter steigen die Risiken im Straßenverkehr – besonders für Schulkinder, die morgens bei Nebel und Dunkelheit unterwegs sind. Im ungünstigsten Fall sieht ein Autofahrer ein Kind erst, wenn der Wagen bereits bis auf wenige Meter an das Kind herangefahren ist. Nicht immer reicht dann die Zeit zum Bremsen.
Früher sichtbar und damit besser unterwegs sind dagegen Kinder, die Reflektoren tragen oder Kleidung mit reflektierendem Material: Bereits aus rund hundertfünfzig Metern Entfernung kann das Scheinwerferlicht eines Autos einen Verkehrsteilnehmer erfassen, der reflektierende Kleidung trägt.
Sicherheit zum Anziehen
Für Eltern bedeutet das: Wer jetzt Anorak, Regenjacke oder Hose für sein Kind kauft, sollte auf Reflex-Material auf Ärmeln, auf dem Rücken, am Kragen und an den Hosenbeinen achten. Auch Secondhand-Kleidung sowie Mützen, Helme und die Schultasche selbst gibt es mit diesen Sicherheitsaccessoires.
Hinzu kommen Sicherheitswesten und -kragen sowie Reflektoren, die sich nachträglich an der Kleidung anbringen oder –nähen lassen.
Darauf weisen der Bayerische Gemeindeunfallversicherungsverband und die Bayerische Landesunfallkasse (Bayer. GUVV / Bayer. LUK) hin. Die Präventionsexperten des Verbandes raten zudem, eher helle als dunkle Reflektoren zu kaufen, denn je heller die Reflexion ist, desto besser auch die Warnwirkung.
Das Nonplusultra: retro-reflektierendes Material
Den besten Rückstrahlwert hat so genanntes retro-reflektierendes Material. Es bündelt auftreffendes Licht und strahlt es ohne größere Streuverluste zurück. Retro-reflektierendes Sicherheitszubehör ist erkennbar an der Bezeichnung „EN 13356“ und in Kaufhäusern, Sport- und Fahrradgeschäften erhältlich. „EN 13356“-Aufkleber, Reflexbänder etc. sind zwar etwas teurer, überzeugen aber durch eine Rückstrahlwirkung, die billigeres Material nicht erreicht.
Der Bayer. GUVV und die Bayer. LUK sind die gesetzlichen Unfallversicherungsträger für Bayern mit der Ausnahme der Landeshauptstadt München. Bei ihnen sind rund 1,6 Millionen Schüler versichert, sowie u.a. Kinder in Kindertagesstätten, die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes, Studierende an Hochschulen und ehrenamtlich Tätige bei Arbeits- und Wegeunfällen. Bei versicherten Unfällen erhalten die Betroffenen alle notwendigen medizinischen Heilbehandlungen und Rehabilitationsmaßnahmen sowie gegebenenfalls auch eine Rente.
Weitere Informationen unter www.bayerguvv.de
Silo-, Heu- und Strohballen müssen kindersicher gelagert werden.
Sicher gelagert sind Großballen dann, wenn sie: - im Verbund gestapelt sind,
- keine Kluften (= enger werdende Spalte) aufweisen,
- nicht zum Neigen neigen,
- ausreichend Abstand zu Absturzstellen haben (einen bis mehrere Meter) und
- bei längerer Lagerung mechanisch gegen Lageveränderung gesichert sind.
Abgeschlossene Lager sind sicherer
Wer seine Ballenlager in verschließbaren Hallen anlegen kann, ist auf der sichereren Seite: - „Lausbubenstreiche“ und deren Folgen (Brand, Scherben, Sachschäden) bleiben draußen.
- Haftungsrisiken werden minimiert.
- Kinder können nicht verunglücken.
Die landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften bieten Besichtigungen und Beratungen zur sicheren Ballenlagerung an (für Landshut: Monika Maier, Tel. 0871/696-440, e-mail: monika.maier[at]landshut.lsv.de).
Wer Kinder, Enkel, Feriengäste auf dem Hof hat, kann seinen/ihren Betrieb in Richtung höheres Schutz- und Sicherheitsniveau besichtigen lassen.
Dann werden das Ballenlager und der komplette Hof ein Stück sicherer und bleiben doch der Abenteuerspielplatz „Bauernhof“, wovon die Erwachsenen auch Jahrzehnte später begeistert erzählen werden.
Fritz Allinger, LBG NOS
 - Weil der Stapel frei zugänglich ist, muss der Siloballen in der dritten Ebene runter. Die Unternehmerin hat die Gefahr sofort beseitigt
 - Gefährlich geneigt und zu hoch gestapelt (ohne Verbund). Weil zugänglich für Kinder, wird der Stapel vom Unternehmer abgebaut und sicher angelegt
 - BIG-PACK als Wackelkandidat: Der große Sack wurde sofort ebenerdig gelagert
„Von Feuer fern halten“ steht auf einem Kinder-T-shirt im Etikett. Es ist anscheinend aus entflammbarem Material und gefährlich für Kinder, deren Eltern/Großeltern rauchen. Noch schlechter ist es, wenn die rauchenden Erwachsenen kein Englisch können.
Textilien dürfen nicht leicht entflammbar sein. Sie müssen - hautfreundlich sein,
- Feuchtigkeit (Schweiß) nach außen durchlassen,
- vor Wind und Wetter schützen.
Für Berufskleidung gilt zusätzlich - Sie soll eng anliegen, aber dennoch die Bewegungsfreiheit erhalten.
- Sie soll die Funktionalität der jeweiligen Arbeit unterstützen, z. B. durch Werkzeug oder Handytaschen und
- sie soll vor schädlichen Arbeitsbedingungen schützen (z. B. Schnittschutz, UV-Schutz, Staubschutz, Schutz vor Chemikalien).
In hygienisch sensiblen Bereichen ist es wichtig, dass die Textilien „Kochwäsche stabil“ sind. Dies gilt für viele Tierhaltungsbereiche und für die Direktvermarktung.Grundsätzlich gilt: Qualitativ hochwertige Kleidung – ob im Privaten oder im Beruf – kostet berechtigterweise gutes Geld. Billigklamotten sind für den Träger im Schadensfall „brandgefährlich“.
Fritz Allinger, LBG NOS
 - Das Etikett „Von Feuer fern bleiben“ hilft nicht, wenn das T-shirt brennt
 - Drei Generationen auf einem Hof. Durch klare Absprachen und Aufgabenverteilung ist dies kein Problem und jeder hat Spaß daran
Ein Spielort, mehrere Spieler, unterschiedliche Aufgaben und ein Ziel, der maximale Erfolg.
Fußball ist ein Mannschaftssport, bei dem viele Spieler mit ihrer Einzelleistung zu einem Gesamterfolg beitragen. Dabei ist das Ziel, mit Spaß am Spiel, gesund und siegreich vom Platz zu gehen. Gleiches trifft auch auf die Landwirtschaft zu.
Auf dem landwirtschaftlichen Betrieb gibt es viele verschiedene Arbeiten und Situationen zu meistern. Betriebsunternehmer, Partner, Freunde und Altenteiler helfen oft zusammen um den enormen Arbeitsaufwand gerecht zu werden.
Damit am Ende alle Helfer gesund und unversehrt bleiben und der gewünschte Erfolg entsteht, muss jeder einzelne von ihnen feste Aufgabengebiete übernehmen. Jeder sollte nur das tun, was er am besten kann. Denn nur wenn man mit einer bestimmten Aufgabe vertraut ist, kann man ihr auch mit genügend Sicherheitsbewusstsein entgegen treten und Verletzungen, durch Unachtsamkeit oder Unwissen, vorbeugen
Ein Torhüter gehört ins Tor und muss die Bälle halten, der Stürmer muss im Angriff Tore schießen. Beide haben ihre feste Position, auf der sie zu recht kommen und mit ihrem Können zum Erfolg beitragen.
Genauso gehören die Aufgaben auch auf dem landwirtschaftlichen Betrieb geregelt. Der Betriebsleiter kennt sich auf den Feldern und im Stall bestens aus, der Ehefrau macht im Bereich Melken und Kälberaufzucht niemand etwas vor. Altenteiler wollen oft noch in allen Arbeitsbereichen mitwirken, besitzen aber nicht mehr die ausreichende körperliche Fitness. Dafür gibt es für sie andere wichtige Aufgabengebiete, beispielsweise die Obhut der Enkelkinder.
Für jeden Mithelfenden gewisse Aufgaben zu bestimmen ist keine Schikane oder Degration der einzelnen Person, sondern ein Schritt zum Erfolg, bei dem jeder als Sieger vom Platz geht, wirtschaftlich als auch gesundheitlich. Gesundheit ist unser wertvollstes Gut, das es mit allen Mitteln zu erhalten gilt.
Nur wer gesund ist und Spaß hat an dem was er tut, kann als einzelner mit seinem Einsatz einen Beitrag zum Erfolg der Gemeinschaft leisten.
Deshalb Positionen verteilen und mit Spaß an der Arbeit Gesund zum Erfolg kommen!
Wenni Michael, LBG NOS
 - Neuerungen wie die Seileinlaufsicherung bei hydraulischen Winden werden beim Seilwindenkurs in Goldberg vorgestellt.
Das Rücken von Fixlängen mit funkgesteuerten Forstwinden birgt ein hohes Verletzungs-/Todesrisiko. Wie vom Langholzrücken gewohnt, geht der Rücker am Anschlagpunkt neben dem Holz her.
Bei Fixlängen bedeutet dieses Nebenhergehen ein hohes Risiko:- Setzt sich der Kurzholzstamm an einem Hindernis in Zugrichtung fest, schlägt der Stamm blitzschnell über den Anschlagpunkt nach vorne:
- Der Stamm kommt von oben, von links oder rechts und trifft den Rücker mit Wucht am Kopf, Rumpf oder an den Beinen.
- Durch die gestaute Zugkraft der Forstwinde und durch das Gewicht des Stammstückes werden auf den betroffenen Menschen enorme Kräfte übertragen. Entsprechend schwer (oder tödlich) sind die Verletzungen.
Hinterher-Gehen schützt
Wer bei angeschlagenen Fixlängen hinter der Last hergeht, befindet sich im weitgehend sicheren Bereich. Dies gilt für einen Rückebereich, der einsehbar und ohne größere Steigungen ist.
Im steilen Gelände und bei hindernisreicher Umgebung (Felsblöcke, Wurzelausläufer, Astmaterial) gelten andere Regeln.- Hier muss der Rücker immer außerhalb des Gefahrenbereiches der Winde und der angeschlagenen Last bleiben.
Wer sicher rücken will und mehr über Waldarbeit und Seilwindeneinsatz wissen möchte, meldet sich an der Waldbauernschule in Kelheim (Goldberg, Tel. 09441/6833-0; www.waldbauernschule.de) für einen Seilwindenkurs an.
Seilwindenbesitzer können durch die Außendienstmitarbeiter der Land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft ihre Forstwinde auf Betriebssicherheit überprüfen lassen. Dies ersetzt nicht die gesetzlich vorgeschriebene Windenprüfung, gibt aber wertvolle Hinweise zum Einsatz und zur kostensparenden Prüfung (für Landshut Monika Maier, Tel. 0871/696-440).
Fritz Allinger, LBG NOS
Holzzubringer und Holzabnehmer wollen die Qualität des Spaltholzes beeinflussen. Deshalb greifen sie spontan in den bereits ausgelösten Spaltvorgang ein. Dabei verlieren sie unter ungünstigen Bedingungen Teile von Fingern, Hand und immer von Lebensqualität.
Auslöser des Spaltvorgangs ohne Chance
Die Frau oder der Mann an den Schalthebeln ist ohne Chance: „Mein Papa hat schnell noch die Lage des Stammstückes korrigieren wollen. So schnell, wie er hingegriffen hat, hab ich die Hebel nicht loslassen können. Gott sei Dank ist der Zeigefinger wieder einigermaßen gut angewachsen“, meint die junge Frau, die dem Vater beim Holzspalten ha
Irreparable Schäden
Trotz weit fortgeschrittener Medizin im Bereich der Wiederherstellungschirurgie bleiben bei Holzspalteropfern oft bleibende Schäden durch den Verlust von Gliedmaßen oder durch dauerhafte Funktionseinschränkungen. Erst der Alltag macht bewusst, wie schwer eine Einschränkung wirkt: Auf- und Zuknöpfen, einen Reißverschluss öffnen oder zuziehen oder eine Münze von einem Tisch aufnehmen, alles ist deutlich schwerer als vor dem Verlust.
Das Handgeben bei einer Beeinträchtigung der Grußhand ist noch mal ein eigenes Problem – oft auch ein psychisches.
Schutz für alle
Seit 2009 gibt es einen intensiven Dialog zwischen Herstellern von Brennholzspaltern und Arbeitsschutzexperten mit dem Ziel, Brennholzspalter deutlich sicherer zu gestalten. Durch konstruktive Verbesserungen sollen Holzspalter so gestaltet werden: - dass niemand in den Spaltbereich greifen muss oder kann,
- dass niemand während des kompletten Spaltvorganges durch das Spaltwerkzeug oder durch abgespaltenes Holz gefährdet oder verletzt wird und
- dass der Spaltvorgang ergonomischer, sicherer, schneller und preiswerter abläuft (= Akzeptanz).
Erste Lösungen sind auf dem Markt und werden in den nächsten Wochen und Monaten (Agritechnica) vorgestellt.
Fritz Allinger, LBG NOS
 - Der Eingriff in den Spaltbereich eines Liegend-Holzspalters von der Abnahmeseite hinten führte zur Teilamputation des Mittelfin-gers der rechten Hand. Der Maschinenbediener (=Schwager) des Verletzten) hatte keine Chance, den Unfall zu verhindern
Bei älteren auflaufgebremsten Anhängern ohne Rückfahr-Automatik muss beim Zurückstoßen des Anhängers die Auflaufvorrichtung der Bremsanlage mechanisch blockiert werden.
Diese Bremsverriegelung muss automatisch beim Zug an der Anhängerdeichsel wieder entriegelt werden.
Von den Herstellern wurden Seilverbindungen zwischen Sperrvorrichtung und Schlepper angeboten, damit die Mechanik vom Fahrersitz des Schlepper aus zu bedienen ist.
Leider wird in vielen Fällen diese vorgeschriebene Handhabung wegen der dadurch schwierigeren Rangierung des Anhängers nicht verwendet, sondern es wird die Rückstoßsperre beim Zurücksetzen mit Hilfsmitteln blockiert.
Wird diese Sperre jedoch nicht sofort gelöst, kann dies bei der nächsten Fahrt vergessen werden. Die Bremsanlage ist dadurch außer Funktion gesetzt.
Während der Fahrt oder bei einem Notfall ist kein Bremsen mehr möglich. Längere Bremswege und ein Überschieben des Zugfahrzeuges mit schweren Unfällen sind die Folgen.
Darum Rückstoßsperren nie blockieren, damit nicht ein einmaliges Vergessen tödliche Folgen hat.
Martin Goldbrunner, LBG NOS
 - Nicht gelöste Rückstoßsperre setzte die Bremse außer Betrieb
 - Schlepper überschoben und umgekippt, Fahrer tödlich verletzt
Den land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 150 Leiterunfälle gemeldet. Stürze von der Leiter erzeugen schwerste Verletzungen und hohe Unfallfolgekosten. Hier ein paar Beispiele: - Ludwig E. (54, DGF) war mit Schneebrucharbeiten beschäftigt. Er sägte mit der Motorkettensäge, auf der Leiter stehend, einen gebrochenen Ast ab. Dieser fiel auf die Leiter und er stürzte aus 2 m Höhe auf den gefrorenen Waldboden herab => Lendenwirbelbruch (Kosten 19.300,- €)
- Matthias S. (54, OAL) ist auf einer Leiter gestanden und ausgerutscht. Dann ca. 3 m in die Tiefe gesprungen => Fersenbeinfraktur re. (Kosten 9.400,- €)
- Paul Sch. (60, OAL) ist bei Bauarbeiten von der angelehnten Anlegeleiter im Treppenhaus abgestürzt => Schädelbasisbruch (Kosten 4.700,- €)
- Peter H. (24, NEW) wollte bei der Montage eines Förderrohres rückwärts über die Leiter absteigen. Dabei trat er daneben, rutschte ab und fiel ca. 1,5 m tief auf den Betonboden => Quer-, Schräg-, Dreh-, Spiralfraktur Daumen (Kosten 7.200,- €)
- Ludwig Sch. (48, DGF) war damit beschäftigt, Weizen auf zwei Zweiachsanhänger zu laden. Nach dem Beladen der Anhänger wurde die Ladung mit der auf den Bordwänden montierten Rollplane abgedeckt. Zum Einhängen der Planenzurrbänder an der hinteren Bordwand, lehnte er eine einteilige Anlegeleiter an. Die Leiter rutschte weg und fiel zu Boden => offene, komplexe Oberarmfraktur (Kosten 7.300,- €)
Weg von der Leiter
Mit der Aktion „Weg von der Leiter“ wollen die gesetzlichen Unfallversicherungen Leid und Kosten von Unfällen von und mit der Leiter minimieren. Auf den Einsatz der Leiter kann verzichten, - wer Lagerplätze von der Höhe (z. B. Oberboden) in die Ebene verlegt,
- wer Treppen statt Leitern einbaut,
- wer Ausbesserungsarbeiten an Gebäuden und das Ernten von Obstbäumen aus dem sicheren Arbeitskorb heraus erledigt.
Damit genügend Arbeitskörbe für die vielfältigen Einsätze in der Höhe zur Verfügung stehen, bittet die landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft die Dorfgemeinschaften, die Maschinenringe, die forstlichen Zusammenschlüsse und auch die Vereine, dafür zu sorgen, dass sichere Arbeitskörbe an sicheren Trägerfahrzeugen vor Ort vorhanden sind.
Sie berät bezüglich der technischen Voraussetzungen und hinsichtlich des geltenden Regelwerkes.
Profiangebot für alle Höhen und Reichweiten
In allen Regionen Bayerns bieten Firmen Arbeitsbühnen für jeden Einsatzzweck, für fast jede Höhe und Reichweite zum Verleih an. Die Entleiher werden geschult und eingewiesen oder die Firmen bieten das Fahrpersonal mit an.
Die Anbieter sind über die Plattformen „Systemlift“ und „Partnerlift“ [INTERNET] miteinander vernetzt und können so jeden Kundenwunsch orts- und zeitnah und kostengünstig erfüllen.
Infos zum sicheren Arbeiten in der Höhe gibt es bei den Außendienstmitarbeitern der Berufsgenossenschaft und telefonisch (Monika Maier 0871/696-440, Heidi Diesenbacher 0821/4081-246 und Hotline 089/45480-500).
Fritz Allinger, LBG NOS
Bei Gemeinschaftsmaschinen wie Brennholzspalter, Forstseilwinden und Buschholzhacker besteht für die Vorstandschaft bzw. Geschäftsführer der Waldbesitzervereinigung oder Jagdgenossenschaft ein erhebliches Haftungsrisiko.
Um einen sicheren Einsatz zu gewährleisten sind folgende Punkte sinnvoller Weise in der Benutzerordnung zu regeln: - Die Maschine darf nur von Mitgliedern entliehen werden, eine Weitergabe an Dritte ist nicht erlaubt.
- Die Maschine darf nur von eingewiesenen Personen betrieben werden (Einweisung durch Händler, Hersteller, Maschinenwart).
- Die Bedienungsanleitung ist fest an der Maschine angebracht (oder Kopie für den Nutzer) und muss beachtet werden.
- Beim Betrieb müssen die Schutzeinrichtungen an der Maschine vollständig und funktionstüchtig sein.
- Der Nutzer muss die Maschine stillsetzen, wenn sicherheitsrelevante Störungen auftreten. Der Maschinenwart oder Vorstand ist zu informieren.
- Jede Maschine darf nur in sicherem Zustand weitergegeben werden.
- Das Maschinenbegleitbuch ist zu führen und zu unterschreiben.
Jeder Entleiher sollte so fair sein und sich an die oben genannten Spielregeln halten.
Der Vorstand oder Geschäftsführer wird durch Stichprobenkontrollen auf die Umsetzung achten.
Alois Frühmorgen, LBG NOS
Risiko: Aufrühren und Abtanken
Beim Aufrühren und Abtanken der Gülle wird Schwefelwasserstoff als Gas frei. Wer es einatmet ist in Lebensgefahr.
Auf dem Acker verwandelt sich Schwefelwasserstoff bei Bodenkontakt in elementaren Schwefel (= guter Dünger) und H²O, also Wasser.
Kinder lieben „Action“
Wenn auf dem Hof was los ist sind Kinder glücklich. Gülle aufrühren und Gülle fahren gehören zu den interessantesten Zeiten im Jahreslauf. Da rührt sich was.
Kindersicher – schwierig aber machbar
Weil Güllegruben Kinder anlocken wie Magnete Eisenspäne, müssen Güllegruben beim Aufrühren und beim Entnehmen, immer rundherum bestens abgesichert sein.
Merke: Wo ein Spielzeugball durchpasst, passt auch in Kind durch.
Deshalb prüft der Landwirt, ob: - seine Grube „Spielball“-sicher ist
- seine Grubenöffnungen auch beim Befüllen/Aufrühren keine Schlupflöcher bieten.
- seine Umzäunungen und Abdeckungen sicher sind.
Unterstützung für gute, praxistaugliche Lösungen bietet die land- und forstwirtschaftliche Berufsgenossenschaft (für Landshut und Augsburg: Heidi Diesenbacher, Tel. 0821/4081-246; Monika Maier, Tel. 0871/696-440; Außendienst-Ansprechpartner unter www.lsv.de/nos/002kontakt/07_dlz/11_praev/index.html.
Zum sicheren Transport von Gülle auf Straße und Feld lesen Sie einen Beitrag im Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt.
Fritz Allinger, LBG NOS
- Risiko I: Rückwärtsfahren an die Beladestelle: Hier ist eine Rückfahrkamera von großem Nutzen: Sie schützt vor Schäden am Fass und an den baulichen Einrichtungen und sie schützt Personen vor dem Überfahrenwerden.
- Risiko II: Fahren auf der Straße: Hier müssen die Bremsen des Gespanns – Zugmaschine und Güllefass (voll) – zusammenpassen. Vorsichtige Fahrer bremsen den Zug zu Beginn der Fahrt an einer gefahrlosen Stelle, bei geringem Gefälle und niedriger Fahrgeschwindigkeit. In dieser Situation zeigen Traktor und Güllefass, ob alles passt. Bei der Heimfahrt mit leerem Fass müssen Beleuchtung, Blinklicht, Bremslichter und Warntafeln gut erkennbar, also frei von Verschmutzungen sein. Dies liegt in der alleinigen Verantwortung des Fahrers.
- Risiko III: Ausbringen der Gülle im Feld und auf der Wiese: Die meisten und schwersten Unfälle mit Güllefässern ereignen sich beim Güllefahren im hängigen Gelände. Am gefährlichsten sind hängige Wiesen, wo bereits begüllte Flächen in Bergabfahrt oder schräg zum Hang mit vollem oder teilvollem Güllefass befahren werden.
Weil die Abstimmung der Schlepperbremsen mit den Güllefassbremsen fast nie stimmt und weil viele Güllefässer die falschen Bremsen, falsch dimensionierte Bremsen, fehlerhaft funktionierende Bremsen oder schlicht fehlende Bremsen und Schwallwände haben, kommt es zum gefürchteten Überschieben. Traktorfahrer, die im Gelände vom Güllefass überschoben werden, haben wenig Aussicht, unverletzt aus der Situation zu entkommen. Deshalb gilt beim Gülleausbringen:
Technische Sicherheitsreserven mitnehmen: Traktor und Fass müssen von den Bremssystemen her optimal aufeinander abgestimmt sein.
Güllefässer müssen die für die jeweiligen Volumina vorgeschriebene Zahl an Schwallwänden haben, sie müssen die richtigen Bremsen für die maximale Beladung (= Fassvolumen) haben und sie müssen über Reifen mit griffigem Profil, insbesondere hinsichtlich der Hangstabilität, verfügen.
Auskünfte bezüglich der Qualitätskriterien bezüglich Güllefahren - Sicherheit geben die land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften (für Landshut: Monika Maier / Günther Stemplinger, Tel. 0871/696-440, e-Mail: praev[at]landshut.lsv.de).
Fritz Allinger, LBG NOS
München, im August 2011
Endlich: Die Fahrradprüfung in der Grundschule ist geschafft – nun wollen die Kinder auch loslegen und alleine zur Schule radeln. Schließlich haben sie bewiesen, dass sie zum Beispiel die Verkehrsregeln beherrschen, lenken und bremsen können.
An ein paar Dinge sollten Kinder und Eltern vorher aber noch denken. Wohin zum Beispiel mit dem Ranzen? „Die Schultasche sollte im Fahrradkorb liegen und zusätzlich mit einem Gurt oder Expander gesichert sein, damit sie nicht herunterfällt“, sagt Elmar Lederer, Geschäftsführer des Bayerischen Gemeindeunfallversicherungsverbandes und der Bayerischen Landesunfallkasse.
Vom Gepäckträger kann der Schulranzen leicht herunterrutschen – das führt dann schnell zu einem Unfall. Wird der Ranzen auf dem Rücken getragen, kann er den Schüler beim Fahren behindern und den Rücken bei einem Sturz zusätzlich verletzen.
Eine andere Sache sind Hosenschutzringe oder -klammern. Sie sollen verhindern, dass das Hosenbein in die ölige Kette gerät, das Rad unvermittelt blockiert und der Fahrer stürzt. „Klammern oder Hosenschutzringe sind vernünftig, gelten bei den Kindern aber als uncool“, sagt Lederer. Eher akzeptiert und sinnvoller vom Sicherheitsaspekt her sind modische Bänder aus reflektierendem Material, die sich selbständig aufrollen und eng am Hosenbein sitzen („Klackband“ / „Schnappband“).
Bevor die Kinder starten, sollten zumindest Bremsen, Reifenprofil, Licht und Reflektoren sowie die Klingel überprüft werden: Greifen die Bremsen gut? Hat der Reifen noch genug Profil und: Sind Lichtanlage und Reflektoren sauber und funktionsfähig? Ist die Klingel mit dem Daumen leicht zu erreichen und helltönend?
Der Bayerische Gemeindeunfallversicherungsverband und die Bayerische Landesunfallkasse sind die gesetzlichen Unfallversicherungsträger für Bayern mit Ausnahme der Landeshauptstadt München. Bei ihnen sind rund 2,3 Millionen Schüler, Kinder in Kindertageseinrichtungen und bei Tagespflegepersonen sowie Studierende automatisch versichert, während des Besuchs der Einrichtungen sowie auf den damit zusammenhängenden Wegen. Die Kosten für die gesetzliche Unfallversicherung tragen die Kommunen bzw. der Freistaat Bayern. Bei versicherten Unfällen erhalten die Betroffenen alle notwendigen medizinischen Heilbehandlungen und Rehabilitationsmaßnahmen sowie gegebenenfalls auch eine Rente.
Präventionskampagne „Risiko raus!“ der gesetzlichen Unfallversicherung
Unter www.risiko-raus.de, Rubrik: Infomaterial, kann die Broschüre „Sicher mit dem Rad zur Schule“ kostenlos heruntergeladen werden.
Kinder und Erwachsene werden immer dicker. Grund dafür ist Bewegungsmangel. Um gegen Computer, Fernsehen und Spielkonsole anzukommen, braucht es richtige Abenteuer.
Wilde Tiere fangen
Wilde Tiere fangen ist für Kinder immer ein Abenteuer. Klein anfangen – lautet dabei die Strategie. Mit einer Becherlupe lassen sich Ameise, Spinne und Rosenkäfer leicht fangen und gut beobachten. Anschließend bitte die Tiere am Fangort wieder freilassen.
Geübte „Wildtier-Fänger“ erbeuten auch Schwebfliegen, Fliegen, Heuschrecken, Hummeln oder Wespen, ohne die Tiere zu verletzen.
Giftstachel und Beißzange
Wilde Tiere sind manchmal bewaffnet. Sie können stechen, beißen oder den Gegner beschmutzen. Wer gut bewaffnete Tiere (Wespen, Hornissen, Wanzen) fangen will, muss mit Schmerz oder übelriechender Reaktion rechnen.
Nichts für Allergiker
Bienengift-Allergiker dürfen keine Bienen, Hummeln, Wespen oder Hornissen fangen. Der Stich eines Tieres kann bei Allergikern einen Allergieschock auslösen.
Hummeln in der Händehöhle
Mutige Tierfänger können Hummeln für kurze Zeit in der Handhöhle gefangen halten und das ungeduldige Brummeln hören. Hummeln sind stechunlustig. Wenn sie doch stechen, tut es so weh wie ein Bienenstich.
Unterwegs im Wald und auf der Wiese
Wildtier-Fänger sind ständig in Bewegung. Sie wollen Beute machen. Am Abend sind sie selbst Opfer ihres Jagdinstinktes. Sie gehen ins Bett, ohne dem PC, dem Fernseher oder der Spielkonsole noch einen Blick zu schenken.
Und bei nächster Gelegenheit möchten sie neue Beute machen. Dick werden sie dabei nicht.
Fritz Allinger, LBG NOS
 - Fangen, schauen, staunen, freilassen
 - Hummeln lassen sich leicht auf Blüten fangen
Schadhafte Maschinen und ungeschützte Gelenkwellen müssen instandgesetzt werden, bevor sie das nächste Mal benutzt werden.
Maschinen, Geräte und Anlagen, die nicht den grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen entsprechen, dürfen nicht in Betrieb genommen und nicht betrieben werden.
Dieses Benutzungsverbot ergibt sich aus den staatlichen Schutzvorschriften und aus den Unfallverhütungsvorschriften.
Betreiberverantwortung
Dass nur sichere Maschinen betrieben werden, liegt in der Verantwortung des Besitzers. Er darf nicht sichere Maschinen weder verleihen noch selbst betreiben.
Überlässt ein Unternehmer seine Maschinen, Geräte oder Anlagen anderen oder lässt er andere Personen an seinen Maschinen arbeiten, muss er für eine dauerhafte Maschinensicherheit Sorge trag
Inspektion und Unterweisung
Regelmäßige Inspektionen (zum Beispiel vor jedem Benutzer-wechsel) helfen, die Maschinensicherheit zu erhalten. Wer ein Maschinenbegleitheft führt, kann darin alle festgestellten Mängel, deren Behebung (durch wen) und andere nützliche Bemerkungen festhalten. Im Schadensfall ist ein Maschinenbegleitheft ein wichtiges Beweismittel für den Besitzer der Maschine.
Die Unterweisung der Benutzer im Umgang mit Maschinen schützt den Besitzer vor Haftungsansprüchen. Deshalb müssen Unterweisungen immer schriftlich dokumentiert werden – mit Unterschrift der unterwiesenen Person
Berufsgenossenschaft hilft
Die Außendienstmitarbeiter der Berufsgenossenschaft helfen Maschinenbesitzern, Sicherheitsdefizite zu erkennen und abzustellen. Auf Wunsch führen sie im Rahmen von Benutzerschulungen Unterweisungen durch (Tel. Kontakt: Heidi Diesenbacher, 0821/4081-246, Monika Maier 0871/696-440, Hotline 089/45480-500).
Fritz Allinger, LBG NOS
 - Da der Mangel an der Maschine offensichtlich ist, ist jedes Weiterverwenden verboten. Der Besitzer haftet für jedweden Schaden, solange die Maschine nicht instandgesetzt und sicher ist.
Schweißerschutzhelme schützen die Augen und das Gesicht und der Schweißer kann mit beiden Händen arbeiten.
Weil die Vorteile so klar auf der Hand liegen, haben sich in größeren Werkstätten Schweißerschutzhelme schon seit geraumer Zeit durchgesetzt.
Qualitativ gute Helme gibt es im Fachhandel bereits ab ca. 200,- Euro.
Die Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft empfiehlt allen Personen, die gelegentlich oder häufiger schweißen, den Komfort des Schweißerschutzhelms zu nutzen.
Für Frauen: Für den technikverliebten Mann oder Freund ist der Schweißerschutzhelm das ideale Geschenk.
Fritz Allinger, LBG NOS
 - Schützt vor Strahlen und Funken und hält die Hände frei zum Arbeiten
Unterlegkeile schützen vor Schaden – Menschen, Maschinen und Gebäude.
Weil Technik (Bremsen) und Personen nicht immer zuverlässig funktionieren, sind – verwendete – Unterlegkeile die zweite Versicherung.
Deshalb hat der Gesetzgeber in der Straßenverkehrszulassungsordnung für Zweiachsanhänger einen Unterlegkeil und für Einachsanhänger zwei Unterlegkeile vorgeschrieben.
Wirken nur, wenn eingelegt
Unterlegkeile wirken nur, wenn sie eingelegt sind. Wenn der Aus-bildungsleiter Unterlegkeile einlegt, wird es der Auszubildende nicht anders lernen: Vorbilder legen Wert auf das Einlegen von Unterlegkeilen.
Wegrollende Fahrzeuge
Personenschäden durch wegrollende Fahrzeuge gehören in die Kategorie schwere oder tödliche Unfälle. Durch die einfache Maßnahme: Unterlegkeile einlegen – Fahrzeug gegen Wegrollen sichern, können schlimme Unfälle verhindert werden.
Deshalb der Appell der Außendienstmitarbeiter Ihrer Berufsgenossenschaft: „Nicht lang überlegen – immer Unterlegkeile einlegen: Zur Sicherheit und als Vorbild.“
Fritz Allinger, LBG NOS
 - Einachser brauchen zwei Unterlegkeile
624 Unfälle mehr, damit hat sich die vorjährige positive Entwicklung der Unfallzahlen 2011 grundlegend verändert.
Insgesamt wurden in Niederbayern/Oberpfalz und Schwaben im ersten Halbjahr 8.372 Unfälle, davon 14 tödliche, gemeldet.
Fünf der tödlichen Unfälle ereigneten sich bei der Waldarbeit. Nach wie vor ein Unfallschwerpunkt, der dies auch bleiben wird. Allergrößte Sicherheitsvorkehrungen sind bei der Aufarbeitung der Sturmschäden aus den letzten Wochen angesagt.
Das Unfallrisiko lässt sich am besten durch den Maschineneinsatz (Harvester) minimieren. Große Gefahr geht auch bei der Benutzung von Leitern aus. Hier sind es sichere Arbeitskörbe, Hubarbeitsbühnen, die Unfälle mit schwerwiegenden und kostenintensiven Folgen vermeiden helfen. Wie Sie das Unfallrisiko auf Ihrem Betrieb und bei Ihrer Arbeit reduzieren können, erfahren Sie bei einem Beratungsgespräch mit dem zuständigen Sicherheitsberater der Land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft Niederbayern/Oberpfalz und Schwaben.
Die zuständigen Sicherheitsberater können Sie im Internet unter oder gerne auch telefonisch unter Tel. 0871/696-282/280 (für Landshut) oder 0821/4081-232/246 (für Augsburg) erfragen.
Hans Maurer, LBG NOS
Unfälle mit Gelenkwellen sind selten und grausam.
In den ersten sechs Monaten dieses Jahres verlor ein Mann sein Leben an der ungenügend gesicherten Gelenkwelle eines Gülleaufrührgerätes.
Ein weiterer Mann erlitt eine Unterarmquetschung am ungeschützten Zapfwellenstummel eines Holzspalters. Weil Unfälle mit Gelenkwellen und Zapfwellenstummeln zwar selten, aber immer grausam oder tödlich sind, schreiben die Außendienstmitarbeiter der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften Sicherheitsmängel an Gelenkwellen immer in die Besichtigungs- und Beratungsberichte und fordern die Mängelbeseitigung vor der nächsten Benutzung der Maschine.
Fritz Allinger, LBG NOS
 - An dieser Stelle wurde ein Mensch erfasst und getötet.

Für das Einlagern von Heu und Stroh gibt es verbindliche Sicherheitsregeln. Werden diese Regeln eingehalten, sinkt das Risiko bei der Entnahme. Auch während der Lagerung bleiben die Gefährdungen für den Unternehmer, seine Beschäftigten und für die Familienangehörigen klein: - Einlagertechnik muss mit Auslagertechnik identisch sein. Das heißt: Wenn mit großen, weitreichenden Maschinen (z. B. Teleskopladern) eingelagert wird, muss auch mit großen, weitreichenden Maschinen wieder ausgelagert werden.
- Ein-/Auslagern von Großballen ohne Fahrerschutzdach ist wegen des hohen Unfallrisikos verboten.
- Ballenlager müssen schon beim Einlagern stabil (= möglichst im Verbund) errichtet und gegen Lageveränderungen gesichert werden.
- Ballenlager stets kindersicher aufbauen, das heißt: Keine Klüfte und keine Zwischenräume, die für Kinder zu Fallen werden können, einbauen.
- Lose Heu- und Strohlager und Ballenlager müssen einen Sicherheitsabstand zu Abwurfstellen und Wandöffnungen aufweisen. Wie groß der Abstand sein muss, ergibt sich aus der Größe der Abwurföffnung, deren Sicherung und der Gestaltung des Heu- oder Strohlagers.
Wer bezüglich seines Heu- und Strohlagers kein gutes „Bauchgefühl“ hat, kann bei seiner Berufsgenossenschaft anrufen, um sich Infos zu holen oder mit dem Außendienstmitarbeiter einen Termin vor Ort zu vereinbaren (Heidi Diesenbacher 0821/4081-246; Monika Maier 0871/696-440; oder 089/45480-500).
Fritz Allinger, LBG NOS
 - Ohne Fahrerschutzdach ist Ein-/Auslagern von Großballen verboten
Wesentlich mehr Landwirte und Bäuerinnen erleiden Pilzvergiftungen als Schwammerlsucher. Schuld sind Schimmelpilz belastete Stäube in Scheunen und Getreidelagern.
Traditionell werden vor der neuen Ernte Heu-, Stroh- und Getrei-delager abgeräumt und gesäubert.
Eine staubige Sache
In Lagerstäuben (=organisches Material) bilden sich im Jahreslauf durch Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen Pilzpopulationen.
Durch das Reinigen der Lagerstätten werden die Pilzsporen aufgewirbelt und gelangen in die Lunge und in die Schleimhäute der Augen, der Nase und des Mundes.
Weil viele Pilzsporen für den Menschen giftig sind (ähnlich wie Fliegen- oder Knollenblätterpilz) lösen sie bei den betroffenen Menschen Erkrankungen aus: Am häufigsten sind vergiftungsbedingte Lungenentzündungen (durch Einatmen der Pilzsporen), Augenentzündungen und allergische Reaktionen der Haut, des Darmes und der Atemwege.
So schütz ich mich
Wer Lagerstätten räumt und reinigt, soll für die eigene Gesundheit ein leistungsfähiges Absauggebläse in seiner Nähe haben. Haut, Schleimhäute und Atemwege schützen dichte Kleidung, Schutzbrille und FFP2-Filtermaske (= Schutz vor Feinstaub).
Staubgeschützt arbeiten bedeutet: Schwitzen wie in der Sauna. Und nur die Dusche nach der Arbeit bringt die wirkliche Erleichterung. Aber einmal wirklich richtig schwitzen ist besser als immer allergisch krank sein.
Tipps zu atmungsaktiver Kleidung, zum Schutz der Atemwege und der Augen gibt es bei der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft (Heidi Diesenbacher, Tel. 0821/4081-246; Monika Maier, Tel. 0871/696-440).
Fritz Allinger, LBG NOS
 - Der Durchstieg bei der Bodenöffnung wurde von der Berufsgenossenschaft bemängelt, eine Treppe als Alternative zur Leiter wurde empfohlen.
München, im Juli 2011
Bald beginnt wieder die Reisezeit. Viele machen sich mit Kind und Kegel auf den Weg in den Urlaub. Was aber, wenn das Auto eine Panne hat, weil ein Reifen geplatzt oder das Licht ausgefallen ist? Gut, wenn sich dann jemand bereit erklärt, zu helfen. Nur was passiert, wenn der Pannenhelfer bei seiner Unterstützungsaktion einen Unfall erleidet?
Hier gilt: Wer hilft, dem wird geholfen. Die Bayerische Landesunfallkasse macht deshalb darauf aufmerksam: Private Pannenhelfer sind bei einem Unfall durch die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert. Und das beitragsfrei. Zuständig ist die jeweilige Unfallkasse oder der Gemeindeunfallversicherungsverband, in dessen Einzugsbereich der unterstützte Fahrzeughalter seinen Wohnsitz hat.
„Zur Pannenhilfe zählen zum Beispiel die Hilfe beim Radwechsel, die Starthilfe mit einem Überbrückungskabel oder das Anschieben oder Abschleppen eines liegen gebliebenen Autos“, erklärt Elmar Lederer, Geschäftsführer der Bayerischen Landesunfallkasse. Nicht versichert sind jedoch Tätigkeiten, die vorrangig im eigenen Interesse des Helfers erfolgen.
Wer dem Fahrer eines gewerbsmäßig genutzten Kraftfahrzeugs hilft und dabei einen Unfall erleidet, ist über die zuständige Fach-Berufsgenossenschaft versichert.
Die Leistungen der Unfallkassen für Pannenhelfer sind die gleichen wie für Arbeitnehmer bei einem Arbeitsunfall. Im Falle eines Arbeits-, Schul- oder Wegeunfalls sowie bei Berufskrankheiten sorgen die gesetzlichen Unfallversicherungsträger für die notwendige Heilbehandlung und Rehabilitation. Bei einer Erwerbsminderung oder nach Todesfällen zahlen sie zusätzlich eine Rente. Die Praxisgebühr ist in diesen Fällen nicht zu entrichten, abgerechnet wird direkt mit der Unfallkasse.
Weitere Infos unter www.bayerluk.de
Bayerische Landesunfallkasse - Körperschaft des öffentlichen Rechts - Ungererstraße 71 80805 München
„Wer seinen Wald liebt, lässt die Maschinen rein“, sagen alte und junge Waldbesitzer in Bayern, die nachhaltig wirtschaften: - Jungpflanzen werden geschont,
- Naturverjüngungen werden gefördert,
- Zukunftsbäume bleiben unverletzt (auch im Wurzelraum)
- Wertholz wird bestandsschonend entnommen und die
- Normen (national und international) für nachhaltige Waldwirtschaft werden gewissenhaft und nachweisbar eingehalten.
Betreiber von Durchforstungsharvestern können sich bei der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft in Freising (Tel. 08161/71-4801, kontaktstelle@lwf.bayern.de) und/oder bei der landw. Berufsgenossenschaft melden und werden in das Verzeichnis für Forsttechnikanbieter (Internet) aufgenommen.
Ansprechpartnerinnen sind für Augsburg Rita Kanjo (0821/4081-232, praev[at]augsburg.lsv.de) und für Landshut Monika Maier (0871/696-440, praev@landshut.lsv.de) und für FOB Hotline.
Fritz Allinger, LBG NOS
Holzspalterhersteller setzen sich und ihre Kunden einem hohen Haftungsrisiko aus. Grund dafür ist die mangelhafte Sicherheit der Spalter mit Baujahr 2010 und 2011.
Seit dem 29. Dezember 2009 müssen Holzspalter die „Grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen“ der neuen Maschinenrichtlinie (2006/42/EG) erfüllen.
Die Norm für Holzspalter (EN 609-1), die Hersteller und Betreiber vor Haftung und Regressansprüchen schützte, wurde mit dem Jahreswechsel 2009/2010 an wesentlichen Stellen entwertet:
Das bedeutet, - kein Schutz vor Haftung, wenn jemand im Spaltbereich verletzt/amputiert wird,
- kein Schutz vor Haftung, wenn jemand von wegspringendem Holz verletzt wird
- und kein Schutz vor Haftung, wenn die ziehende Person beim Transport vom umfallenden Holzspalter getroffen wird.
Auch andere mögliche Risikosituationen sind durch die Spalternorm nicht mehr abgedeckt. Für Maschinengemeinschaften – wie Jagdgenossenschaften – bedeutet dies ein relativ hohes Haftungsrisiko für die Vorstände. Von ihnen verlangt die Unfallverhütungsvorschrift, dass nur Spalter in Betrieb genommen und betrieben werden dürfen, die die grundlegenden Sicherheitsanforderungen erfüllen. Leider gehören Holzspalter neueren Baujahres nicht dazu.
Ältere genießen Bestandsschutz
Holzspalter älterer Bauart genießen Bestandsschutz.
Dies gilt nur, - wenn sie in ordnungsgemäßem Zustand sind (= nicht manipuliert),
- wenn sie nur bestimmungsgemäß verwendet werden (= nur eine Person arbeitet mit dem Spalter und diese Person muss älter als 18 Jahre sein) und
- wenn sie nicht nach dem 28. Dezember 2009 in den Verkehr oder wieder in Verkehr gebracht wurden.
Sägespaltmaschinen nahe dran
Am nächsten an den Schutzzielen dran und am weitesten weg von Haftung und Regress sind Sägespaltmaschinen. Brennholzprofis haben mit diesen Kombimaschinen gute Erfahrungen gemacht und den Herstellern wertvolle Tipps zur Produktverbesserung gegeben. Bei Holzspaltern herkömmlicher Bauart ist dieser Verbesserungsprozess ausgelöst. Die Ergebnisse werden in den nächsten Wochen auf dem Brennholzmarkt vorgestellt.
Infos zu sicheren Brennholzmaschinen gibt es beim Autor Friedrich.Allinger[at]landshut.lsv.de, Tel. 0871/696-450.
Fritz Allinger, LBG NOS
 - Trotz neuer, schärferer Sicherheitsbestimmungen bieten die Hersteller alte Technik an – Haftung inklusive
 - Alter Spalter mit Bestandsschutz. Punkt 2 der Anforderungen aus der Vorschrift und der Bedienungsanleitung nicht erfüllt
 - Neuer Säge/Spaltautomat
 - Schutzbrille rettet das Augenlicht
Eine zerstörte Schutzbrille ist das Ergebnis eines Trennschnittes mit einem Winkelschleifer (Flex), als die Trennscheibe zerfetzte und Teile der Scheibe in den Gesichtsbereich des Austragslandwirts flogen.
Dank der getragenen Schutzbrille kam es "nur" zu leichten Gesichtsverletzungen und nicht zum Verlust des Augenlichtes.
Obwohl der Einhandschleifer mit vorgeschriebenem Scheibenschutz und einer für des Gerät zugelassenen Scheibe benutzt wurde, kam es vermutlich durch eine Verkantung beim Trennschnitt zum Zerspringen der Scheibe. Darum ist es wichtig, bei allen Trenn- und Schleifarbeiten geeignete Schutzbrillen zu verwend
Beachten Sie bitte:
Nur Schutzbrillen mit guter Durchsicht verwenden. Darum auf beschlagfreie Gläser, staubfreie Lagerung, rechtzeitige Reinigung und gegebenenfalls Erneuerung achten.
Schutzbrillen werden auch für Brillenträger angeboten. Diese "Überbrillen" bieten auch einen seitlichen Schutz und sind nebenbei, nach einer Beschädigung, viel billiger als die vom Optiker angepasste Brille zu ersetzen.
Martin Goldbrunner, LBG NOS
Bei Wartungsarbeiten an Erntemaschinen (z. B. Häcksler und Mähdrescher) ist die Staubbelastung sehr hoch.
Tragen Sie immer FFP 2 Staubmasken, besonders beim Einsatz von Kompressoren, denn anfallender Feinstaub kann durch unser Schutzsystem nicht heraus gefiltert werden. Vergessen Sie die Schleimhäute der Augen nicht, gut abdichtende Schutzbrillen helfen.
Schutzmaßnahmen wirken auf den ersten Blick störend, doch auf Dauer helfen sie, die Lebensqualität zu erhalten.
Ludwig Rothmayr, LBG NOS
Die falsche Beurteilung eines zu fällenden Baumes kann nur allzu schnell in einem tödlichen Waldunfall enden.
Seit Jahren werden Motorsägenkurse durch die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten angeboten und durchgeführt, um den richtigen Umgang mit der Motorsäge zu erlernen. In diesen Kursen werden den Teilnehmern die Unfallverhütung bei der Waldarbeit, die Baumfällung in Theorie und Praxis, das Ketten schärfen, Schneidetechniken mit der Motorsäge und das richtige Werkzeug erklärt und gezeigt.
Jeder Teilnehmer muss unter Aufsicht eines Forstwirtschaftsmeisters einen Baum selbständig in die gewünschte Richtung zu Fall bringen. Die Praxis zeigt jedoch, dass diese 2-tägigen Motorsägenkurse bei weitem nicht ausreichen, um überstarke, angeschobene, hängende, gipfellose oder sonstige Problembäume zu fällen. Nach einer ausführlichen Baumansprache, in der auf die jeweiligen besonderen Gefahren eindringlich hingewiesen wurde, musste jeder der 5 Teilnehmer selbst Bäume fällen. Bei einigen war der Einsatz einer Seilwinde notwendig, da das Risiko nur mit seilwindenunterstützter Fällung vertretbar war.
Kein Ersatz für Forstausbildung
Allen Beteiligten war nach diesem Tag bewusst, dass auch dieser eintägige Problembaumfällkurs eine 3-jährige Ausbildung zum Forstwirt nicht ersetzen kann, und dass bei Fehleinschätzungen durch den Waldarbeiter absolute Lebensgefahr für ihn besteht. Daher wurde für den Herbst ein weiterer Schulungstag vereinbart. Jeder Waldbesitzer muss entweder über das notwendige Wissen und Können verfügen oder er muss solche Bäume von einem gelernten Forstwirt fällen lassen. Die sicherste Methode der Holzernte ist zweifellos der Einsatz eines Harvesters und sollte immer zum Einsatz kommen, wenn Baum- und Geländebeschaffenheit dies zulassen.
Georg Schaudig, LBG NOS
 - Das genaue Schneiden des Fallkerbes ist sehr wichtig beim Fällen von Bäumen.
 - Das Fällen von sehr großen Bäumen sollte von Forstwirten durchgeführt werden.
Die meisten Unfälle im Bereich von Biogasanlagen ereignen sich in der Bauphase. Aufgrund der hohen Unfallzahlen im Baustellenbereich hat der Gesetzgeber mittels der „Baustellenverordnung“ bereits 1998 die Bauherren als Verantwortliche eines Bauvorhabens stärker in die Verantwortung eingebunden.
Für jede Baustelle, bei der - die voraussichtliche Dauer der Arbeiten mehr als 30 Arbeitstage beträgt und auf der mehr als 20 Beschäftigte gleichzeitig tätig werden, oder
- der Umfang der Arbeiten voraussichtlich 500 Personentage überschreitet,
ist der zuständigen Behörde spätestens zwei Wochen vor Einrichtung der Baustelle eine Vorankündigung zu übermitteln.
Der Bauherr hat demzufolge je nach Baustellenbedingungen eine Vorankündigung, einen Koordinator, einen Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan bzw. entsprechende Unterlagen auszuweisen. Er muss nicht nur die Sicherheit seiner Beschäftigten, sondern auch die Belange des Umweltschutzes und die Sicherheit von Dritten gewährleisten.
Um dieser Verantwortung nachzukommen, sollte sich der Bauherr durch einen ausgebildeten Sicherheits- und Gesundheitsschutz-koordinator beraten lassen. Koordinatoren vermitteln Baufirmen oder Sicherheitsfachkräfte und deren Niederlassungen.
Werner Graßl, LBG NOS
 - Absturzsicherung Fermenter mit Übergang, Knieleiste und Brustwehr - rundum vorbildlich
 - Fahrsilogeländer, als Personenschutz gegen Absturz ausreichend, aber wie wird sicher einsiliert?
 - Kennzeichnung in englischer Sprache; in diesem Fall kein nützlicher Beitrag zur Völkerverständigung
Bei der Besichtigung von Biogasanlagen sind vor allem folgende Mängel fest zu stellen - Fehlende Absturzsicherungen an Fahrsilos und Fermentern
- Kein Anfahrschutz an Gasleitungen
- Ungenügende Kennzeichnung der Gefahrenzonen und der Gasleitungen
- Mangelhafte Belüftung und fehlende Gaswarneinrichtung in Räumen mit Gasgefahr
- Nicht vorhandene Gefährdungsbeurteilungen und Dokumente
Den Anlagenbetreibern ist vielfach gar nicht bewusst, dass für sie die Betriebssicherheitsverordnung gilt und ihre Anlagen prüfpflichtig sind. Die Überprüfung muss nach § 14 vor Inbetriebnahme und nach § 15 als wiederkehrende Prüfung mindestens alle 3 Jahre erfolgen.
Auch die entsprechenden Gefährdungsbeurteilungen nach § 3 Betriebssicherheitsverordnung bzw. § 5 Arbeitsschutzgesetz sind für viele Betreiber „Neuland“.
Die Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft hat hierfür ein Regelwerk geschaffen, die TI 4 (Technische Information), in der zu allen wichtigen Kriterien für die Inbetriebnahme und den Betrieb von Biogasanlagen Stellung bezogen wird. Die Sicherheitsregeln für Biogasanlagen enthalten auch Muster für Betriebsanweisungen, Prüfprotokolle und Beispiele für Ex-Zonen-Einteilung und können aus dem Internet unter www.lsv.de heruntergeladen werden.
Gerne berät sie auch ihr Sicherheitsberater der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft.
Werner Graßl, LBG NOS

Vorteil dieses Verfahrens ist eine sehr sichere Brennholzaufarbeitung sowie eine ernorme Leistung und eine gute Spaltqualität. Die Stärke liegt besonders bei großen Holzdurchmessern. Aber auch zum Aufspalten von längeren Stücken wenn diese als Hackgutware vorbereitet werden sollen, eignet sich diese Technik.
Die Drallkeilspalter sind keine gewöhnlichen Drallkeilspalter sondern sind von Spezialfirmen entwickelt für den Anbau an Bagger oder Kräne. Wird ein solches System an einen Bagger angebaut, müssen bestimmte Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, wie z. B. ein Sitzreferentschalter. Der Sicherheitsbereich ist vom Drallkeilspalterhersteller (wie hier 20 m von der Fa. Lasko) festgelegt. Man sieht, man kann auch anders Brennholz spalten wie gewöhnlich. Wer sich diese Technik nicht selbst anschaffen möchte, kann auf Dienstleister zugreifen. Der Drallkeilspalter am Bagger liegt im Trend.
Drallkeilspalter, Drallkegelspalter oder einfach Bohrerspalter an Kreissägen oder am Schlepper mit Handbeschickung sind und bleiben verboten wegen ihrer enormen Gefährlichkeit. Weiterverwenden führt zu Personenschäden und ist strafbar. Infos zu Haftung und rechtlicher Grundlage (Landshut: Dagmar Kühl 0871/696-280, e-mail dagmar.kuehl[at]landshut.lsv.de, Augsburg: Rita Kanjo 0821/4081-232, e-mail rita.kanjo[at]augsburg.lsv.de, Franken/Oberbayern 089/45480-500 - Hotline).
Johannes Holzer, LBG NOS
Kinder sind klein und deshalb besonders gefährdet. Appell an Eltern
München, im Mai 2011
Fußgänger und Radfahrer sind die schwächsten Teilnehmer im Straßenverkehr. Besonders gefährlich sind für sie die so genannten „toten Winkel“. Das sind die Bereiche rechts, hinter oder vor einem Fahrzeug, die der Fahrer trotz vorgeschriebener zusätzlicher Außenspiegel oder Weitwinkelspiegel nicht ganz überblicken kann: In den „toten Winkeln“ ist der schwächere Verkehrsteilnehmer komplett unsichtbar. Die „toten Winkel“ gibt es an allen Fahrzeugen, besonders riskant aber sind sie bei Bussen und Lkws.
Biegt nämlich ein Bus- oder Lkw-Fahrer an einer Ampel oder Kreuzung im Vertrauen auf freie Fahrt rechts ab, kommt das rechte Hinterrad des Lkw dem Fußgänger, Radfahrer oder Motorradfahrer gefährlich nah. Das große schwere Hinterrad ist beim Abbiegen näher an der Bordsteinkante als das Vorderrad. Es kann deshalb einen anderen Verkehrsteilnehmer auch dann erfassen, wenn im Stand eigentlich noch genug Platz war zwischen ihm und dem Lkw. Die Folgen für den Menschen sind oft schwere bis tödliche Verletzungen.
Kindern den „toten Winkel“ erklären
Kinder auf dem Schul- bzw. Heimweg sind oft abgelenkt durch Gespräche oder weil sie nach der Schule hungrig oder müde sind und schnell nach Hause wollen. Sie achten dann weniger auf den Straßenverkehr. Die „toten Winkel“ sind für die Kinder besonders riskant, weil sie aufgrund ihrer geringen Größe noch leichter übersehen werden als Erwachsene.
Der Bayerische Gemeindeunfallversicherungsverband und die Bayerische Landesunfallkasse (Bayer. GUVV / Bayer. LUK) appellieren daher an Eltern, ihren Kindern die „toten Winkel“ an einer Ampel oder Kreuzung genau zu erklären, am besten mehrmals im zeitlichen Abstand von einigen Wochen.
Diese Punkte sind dabei wichtig:- Möglichst nicht neben einem Lastwagen stehen: Kinder, die an einer Kreuzung geradeaus gehen wollen, sollten sich vergewissern, dass links neben ihnen kein Lkw steht, der nach rechts abbiegen will.
- Blickkontakt aufnehmen: Steht ein Lkw neben dem Kind, sollte dieses Blickkontakt zum Fahrer aufnehmen. Nur dann ist gewährleistet, dass der Fahrer das Kind gesehen hat. Gelingt der Blickkontakt nicht, sollte das Kind warten, bis der Laster abgebogen ist, auch wenn es dadurch vielleicht eine „Grün“-Phase an der Ampel verpasst und auf die nächste warten muss.
- Fahrradfahrer: Nicht seitlich an einem wartenden Lkw vorbeifahren, sondern sich mit einem ausreichenden Sicherheitsabstand hinter den LKW stellen.
Eltern sollten ihre Kinder nicht zu früh allein mit dem Fahrrad fahren lassen: „Warten Sie die Radfahrprüfung im vierten Schuljahr ab“, rät Geschäftsführer Elmar Lederer und ergänzt, dass „Kinder sogar erst mit 14 Jahren als verkehrssichere Radfahrer gelten“.
Weitere Informationen zum sicheren Schulweg bietet die Präventionskampagne „Risiko raus!“ der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung und ihrer Partner. Unter www.risiko-raus.de Rubrik: Schüler, können Eltern zum Beispiel die kostenlose Broschüre „Sicher mit dem Rad zur Schule. Informationen für Eltern von jungen Radfahrern“ bestellen.
Der Bayer. GUVV/die Bayer. LUK sind Träger der gesetzlichen Unfallversicherung der öffentlichen Hand in Bayern. Bei ihnen sind u. a. die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes, Kinder in Kindertageseinrichtungen, Schüler und Studierende sowie ehrenamtlich Tätige bei Arbeits-/Schul- und Wegeunfällen versichert. Bei versicherten Unfällen erhalten die Betroffenen alle notwendigen medizinischen Heilbehandlungen und Rehabilitationsmaßnahmen sowie gegebenenfalls auch eine Rente. Mehr Informationen unter www.bayerguvv.de.
 - Auf den Baumabschnitt legten die Angehörigen ein Bronzekreuz und Kiefernreiser.
 - Ein Kreuz aus Zweigen steht an der Stelle, wo der Tote lag. Das Grablicht markiert die Lage des Kopfes.
Weil er einen Vorhänger nicht als solchen erkannte und die falsche Fälltechnik anwendete, musste ein Waldarbeiter in den Wäldern nördlich von Regensburg sterben.
Als er bei der fünfzig Zentimeter starken, nach vorne hängenden Kiefer hinten (=Zugseite) den Fällschnitt setzt, platzt der Baum auf, kippt in circa 2,50 Meter Höhe nach hinten und seitlich links weg. Der ausschlagende Baum trifft den flüchtenden Waldarbeiter mit Wucht am Hinterkopf und tötet ihn auf der Stelle.
Bei der gemeinsamen Unfalluntersuchung durch Kripo und Berufsgenossenschaft sind am Stamm eine Blutspur und Gewebereste des Getöteten erkennbar. Der Mann hinterlässt eine Frau und fünf Kinder.
Um tödliche und schwere Waldunfälle zu vermeiden und um Familien von großem Leid zu bewahren, bittet die Berufsgenossenschaft alle Personen, die im Wald arbeiten (wollen), ihren Wissensstand immer auf aktuellem Niveau zu halten. Waldwissen vermittelt die Waldbauernschule in Goldberg/Kelheim (Telefon: 09441/6833-0).
Bei dem Unfall wurde Schneebruchholz aufgearbeitet. Ein Harvester hätte die angefallene Schadholzmenge wirtschaftlicher, sicherer und bestandsschonender aufarbeiten können.
Fritz Allinger, LBG NOS
 - -Ein kleiner Lebensretter- Gemäß der Anwendungsnorm DIN 14676 müssen Rauchwarnmelder nach DIN EN 14604 zertifiziert sein. Seit August 2008 dürfen nur noch nach DIN 14604 zertifizierte Rauchwarnmelder auf den Markt gebracht werden.
Rauchmelder sind Lebensretter,
denn Brandtote sind meistens Rauchtote. Jeden Monat sterben rund 40 Menschen in Deutschland durch Brände, meistens im eigenen Haus.
80% der Brandopfer erliegen an einer Rauchvergiftung, lange bevor die Flammen sie erreichen. 70% aller Brandopfer werden nachts im Schlaf überrascht.
Auch Nachbarn und Tiere ersetzen keine Rauchmelder, denn es zählt jede Minute und wenn andere Alarm schlagen, dann ist es meistens schon zu spät.
Allmählich ändert sich das Bewusstsein der Menschen und damit auch der politisch Verantwortlichen, Rauchmelder als sinnvolle Retter zu akzeptieren.
Rauchmelderpflicht
In manchen Bundesländern, wie Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen gibt es auch für private Wohnräume eine Rauchmelderpflicht.
Leider sind in Deutschland Rauchmelder nicht gesetzlich vorgeschrieben. Ganz anders sieht es in den USA, Großbritannien und Schweden aus. Hier sind die Mehrheit der Haushalte mit den Meldern ausgestattet, und somit sind auch die tödlichen Unfälle zurückgegangen.
Fazit: Rauchmelder haben sich als präventiver Brandschutz mehr als bewährt.
Mehr Infos auch unter www.rauchmelder-lebensretter.de
Werner Ringlstetter, LBG NOS
"Standfest und fit durchs Leben“ ist ein Angebot der landwirtschaftlichen Sozialversicherung gegen Ausrutscher und missglückte Seitensprünge, um - die Mobilität zu erhalten,
- Ausrutscher ohne negative Folgen zu überstehen und um
- die soziale Stellung bis ins hohe Alter zu bewahren.
Wenn im sozialen Gefüge des Dorfes oder der Gemeinde Ausrutscher oder Seitensprünge bekannt werden, sind sie Gesprächsstoff weit über die Betroffenen hinaus.
Das soziale Interesse beschränkt sich aber ausschließlich auf die „Beziehungskisten“.
Echte Ausrutscher und Seitensprünge (z. B. von der Leiter) mit Verletzungsfolgen bis hin zur dauerhaften Pflegesituation bleiben Randthemen.
Die Gestürzten/Ausgerutschten/Verletzten mit schweren körperlichen Beeinträchtigungen - wegen des Ausrutsch- oder Sturzunfalles - verschwinden aus dem öffentlichen Interesse und „landen“ in der Pflege (zu Hause oder im Heim). Die sozial Ausgerutschten sind weiter sichtbar und Ziel weiterer Spekulationen.
Wie viel Leid/Spott diesbezüglich jemand ertragen will, kann jede/jeder für sich entscheiden.
Welcher Ausrutscher oder Seitensprung (z. B. vom Schlepper, Anhänger oder Mähdrescher herab) sich einer zutraut, hängt von der persönlichen Risikobereitschaft ab.
Die Zahlen für missglückte Ausrutscher und Seitensprünge hat die Berufsgenossenschaft.
Wenn Mobilität verloren geht, sinkt die soziale Stellung. Meist sinken auch der betriebliche Erfolg und der Selbstwert.
Ansprechpartner für „Standfest und fit durchs Leben“ ist Silvia Renner (0871/696-276, Silvia.Renner[at]landshut.lsv.de)
Fritz Allinger, LBG NOS
 - Zum Herausziehen geht´s noch…
 - So sehen sichere Anschlagmittel aus: Immer dran, der blaue Zettel = Lebensversicherung und Haftpflichtpolice.
Ketten reißen unter Last
In Ketten liegt auf land- und forstwirtschaftlichen Betrieben ein erhebliches Risiko. Ketten werden als Hebezeug, Zugmittel und Anschlaghilfe im Forst benutzt. Wenn Ketten reißen oder Lasthaken brechen gibt es Sach- und oft auch Personenschaden.
Qualität im Angebot
Geprüfte Anschlagmittel und Hebezeuge bietet der Fachhandel für Land- und Forstwirtschaft seit Jahren an. Die Nachfrage ist eher verhalten. Dabei drohen hier den Betreibern (=Landwirtschaftl. und forstwirtschaftl. Lohnunternehmer, MR-GmbH, GbR) erhebliche Haftungsrisiken.
Seit 29.12.2009 sind Teile zum Heben und Anschlagen von Lasten Bestandteil der Maschinenrichtlinie 2006/42/Eg und müssen die grundlegenden Anforderungen für Sicherheit und Gesundheitsschutz einhalten.
Die Anbieter haben reagiert, auf der Nachfrageseite gibt es Handlungsbedarf. Infos zu sicheren Anschlagmitteln gibt es für Niederbayern-Oberpfalz bei Alois Frühmorgen, Tel. 0871/696-573, Monika Maier, Tel. 0871/696-440, eMail praev[at]landshut.lsv.de .
Wer sein Risiko durch schlechte Ketten und schwache Haken minimieren möchte, investiert wenig Geld in viel Sicherheit und verlässliche Anschlagtechnik.
Fritz Allinger, LBG NOS
Beim Aufrühren und Entnehmen müssen Güllegruben geschlossen bleiben. Dies funktioniert am einfachsten mit passgenauen Teilen für Rührwerk oder Saugschlauch.
Ideal sind Verschlussteile, die einen Schwenkbereich mitgehen, ohne Lücken im Zaun oder in der Abdeckung freizugeben.
Ständige Überwachung funktioniert nicht
Weder beim Aufrühren noch beim Gülle fahren funktioniert eine ständige Überwachung der Güllegrubenöffnung. Für Kinder bedeutet dies höchstes Risiko. Deshalb heißt die Lösung: Stationäre, dauerhafte Verschlüsse auch beim Aufrühren, Pumpen und während des Ausfahrens.
Einschicken und Sachpreis bekommen
Wer seine gute, betriebsindividuelle Lösung an seine Berufsgenossenschaft (Augsburg …, Landshut …, FOB …) oder an (Zeitung, Blatt (…)) schickt, erhält ein kleines Dankeschön in Form eines Sachpreises.
Fritz Allinger, LBG NOS
 - Hier ist die Umzäunung während des Rührens offen. Bevor der Nachwuchs groß ist und bevor andere Kinder zu Schaden kommen, will der Landwirt für einen sicheren Verschluss sorgen.
 - Achtlos abgestellt: Kippt und schlägt Knochen ab.
Steht oft in der Maschinenhalle, sieht harmlos aus, tut tage-, wochen- oder jahrelang nichts – und plötzlich schlägt es Kinder.
Gemeint ist das Anbaugerät.
Es hört auf den Namen: Palettengabel, Mistgabel, Forstzange, Frontladerschwinge, …
Wenn Anbaugeräte nicht gebraucht werden, werden sie oft (acht-los) irgendwo abgestellt. Dass diese Teile über keine ausreichende – eigene – Lagerstabilität verfügen, rückt erst im Schadensfall ins Bewusstsein.
Kipptest machen
Machen Sie selbst den Kipptest: Test 1: Schätzen Sie die Kippkraft: - Reicht die Kraft eines Fingers?
- Reicht die Kraft einer Hand?
- Kann ein Kind das Anbaugerät kippen?
- Reicht ein Stoß mit dem Fuß?
Drücken Sie das Anbaugerät mit dem Daumen in Kipprichtung – - Wenn es wackelt --> Quetschgefahr für Kinder
- Wenn es umfällt --> Kinderfalle: Sofort handeln und stabile Stützen anbringen lassen (Achtung: Schweißerprüfung notwendig bei Schweißarbeiten).
Anbaugeräte müssen sicher sein. Dazu gehört, dass sie sicher abgestellt werden, sicher instand gehalten und sicher wieder in Betrieb genommen werden.
Oft sind überbetriebliche Lösungen besser, sicherer und fast immer wirtschaftlicher. Fragen Sie dazu Ihre Dienstleister Landwirtschaftliche Sozialversicherung, Maschinenringe, Forstbetriebsgemeinschaften …
Fritz Allinger, LBG NOS

Weil der Wind günstig stand und weil sie gerade durch die Gegend ritten, konnten zwei junge Reiterinnen einem verletzten Waldarbeiter das Leben retten. Über eine Entfernung von 500 Metern hörten sie seine Hilferufe. Viel zu oft bleiben Hilferufe ungehört, weil der arbeitende Mensch alleine im Wald ist.
Sorge um Senioren
Besonders Senioren gehen gern allein in den Wald zum Arbeiten. Weil sie die Arbeit gesund erhält und weil im Wald arbeiten ihre liebste Betätigung ist. Wenn ein Unfall passiert und sie allein sind, hilft niemand oder nur der Zufall (siehe Reiterinnen und Windrichtung).
Nur zu zweit zur Waldarbeit
Wenn zwei gemeinsam in den Wald gehen, kann einer dem anderen helfen. „Allein kann ich keinen anderen gefährden“, lautet das Gegenargument der Allein-Gänger. Doch Profis denken und handeln anders: Am sichersten ist die Zwei-Mann-Rotte mit festgelegten Regeln und Abläufen. Weil Menschen Fehler machen (dürfen), kommt es auch in Zwei-Mann-Rotten zu Unfällen. Aber hier kann Verletzung durch Hilfe und Leid durch Beistand gemildert werden.
Qualität macht sicher
Je höher der Ausbildungsstand eines der beiden Rottenmitglieder ist, umso sicherer wird die gemeinsame Arbeit. Die Qualität der Ausbildung garantiert die Waldbauernschule in Goldberg , Tel. 09441/6833-0. Für Senioren, bisherige Alleingänger und bewährte Rottenmitglieder gilt: Goldberg ist Gold wert – und macht Waldarbeit sicherer, interessanter und gewinnbringender. Gehen Sie hin.F
Fritz Allinger, LBG NOS
Vier Männer mussten im März bei land- und forstwirtschaftlichen Unfällen in Niederbayern, Oberpfalz und Schwaben ihr Leben lassen.
Insgesamt wurden bei der Land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft Niederbayern/Oberpfalz und Schwaben im ersten Vierteljahr (2011) 4.274 Unfälle gemeldet, 591 Unfälle mehr als im Vorjahres-Vergleichszeitraum. Von den sechs Unfällen mit tödlichem Ausgang ereigneten sich zwei bei der Waldarbeit.
Bei dem hohen Gefahrenpotential der Waldarbeit ist allergrößte Vorsicht und das Beachten der Sicherheitsmaßnahmen unabdingbar.
Die Sicherheitsberater empfehlen hierbei insbesondere auch das maschinelle Holzernteverfahren (Harvester). Weiter sind Ausrutschen und Stürzen Unfallschwerpunkte.
Also stets daran denken, der eigenen Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit den Vorrang geben.
Hans Maurer, LBG NOS

Leichte Schultaschen für den gesunden Rücken Schwere Ranzen begünstigen Haltungsschäden
München, im März 2011
Viele Grundschüler tragen eine zu schwere Schultasche. Sie schleppen Schultag für Schultag mehr als vier Kilogramm zwischen Schule und Elternhaus hin und her. Das liegt deutlich über der Empfehlung von maximal zehn Prozent des eigenen Körpergewichts. Darauf weisen der Bayerische Gemeindeunfallversicherungsverband und die Bayerische Landesunfallkasse (Bayer. GUVV/Bayer. LUK).
Dabei kommen vier Kilogramm Ballast schnell zusammen. Dazu braucht es nur drei Bücher, eine Federmappe, einen Malkasten, zwei volle 0,5-Liter-Getränkeflaschen und ein paar Hefte in einem mittelschweren Ranzen. Oft ist auch der Ranzen schon schwerer als die empfohlenen rund 1,2 Kilogramm.
Schwere Schultaschen können schwerwiegende Folgen haben: Der Ranzen drückt auf die wachsende und daher anfällige Wirbelsäule und kann so mitverantwortlich sein für eine schlechte Körperhaltung und für Verformungen von Wirbelsäule und Füßen. Bereits über 40 Prozent der 14- bis 19-Jährigen klagen über regelmäßig auftretende Rückenschmerzen - die Tendenz ist steigend.
Regelmäßiger Schulranzen-Check
"Eltern von Grundschülern sollten regelmäßig nachsehen, was sich so alles in der Schultasche befindet und ob wirklich jedes Buch mit in die Schule muss.
Dieser "Ranzen-Check" sollte mindestens einmal pro Woche stattfinden, am besten mit den Kindern zusammen", rät Elmar Lederer, Geschäftsführer von Bayer. GUVV/Bayer. LUK.
Leichte Taschen kaufen
Beim Schulranzenkauf sollten Eltern auf leichte Exemplare achten, die maximal 1,2 Kilogramm wiegen. In einer großen Tasche landen automatisch auch mehr Bücher, Hefte, Maskottchen, Sammelalben und anderes, was ein Kind für Schule und Pause als absolut erforderlich ansieht.
Auch die Lehrer sind gefragt
Ohne Bücher geht es in der Schule nicht. Lehrer sollten trotzdem prüfen, wie die Zahl der mitzubringenden Bücher verringert werden kann. Eine Möglichkeit ist, dass sich Klassennachbarn beim Mitbringen der Bücher abwechseln. Auch kann ein Arbeitsblatt zeitweise ein schweres Buch ersetzen.
Weitere Informationen bietet die Broschüre "Schulranzen - kinderleicht" der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Sie kann unter www.bayerguvv.de / Prävention / Schulen kostenlos heruntergeladen werden.
Der Bayer. GUVV und die Bayer. LUK sind die gesetzlichen Unfallversicherungsträger für Bayern mit der Ausnahme der Landeshauptstadt München. Bei ihnen sind rund 1,7 Millionen Schüler versichert, sowie u.a.
Kinder in Kindertagesstätten, die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes, Studierende an Hochschulen und ehrenamtlich Tätige bei Arbeits- und Wegeunfällen. Bei versicherten Unfällen erhalten die Betroffenen alle notwendigen medizinischen Heilbehandlungen und Rehabilitationsmaßnahmen sowie gegebenenfalls auch eine Rente.
Weitere Informationen unter www.bayerguvv.de
Für Ihre Rückfragen zu dieser Presseinformation: Barbara Kroetz, Sekretariat der Geschäftsführung, Bayerischer Gemeindeunfallversicherungsverband / Bayerische Landesunfallkasse, Ungererstr. 71, 80805 München, Tel. 089-36093 113, Fax 089-36093 380, Barbara.Kroetz[at]bayerguvv.de
Hauseigentümer aufgepasst!
Wer nicht räumt, für den kann es teuer werden München, im November 2010 Der Winter steht vor der Türe - mit vielen Problemen für den Straßenverkehr.Vor allem Arbeitnehmer, die sich bereits frühmorgens auf den Weg zu ihrem Arbeitsplatz machen müssen, sind von schwierigen Straßenbedingungen betroffen. Sie sind in besonderer Weise darauf angewiesen, dass Straßen und Wege geräumt und gestreut sind. Nicht nur die Gemeinden sind dafür zuständig, sondern auch der private Hauseigentümer. Für den Gehweg vor seinem Haus ist in der Regel er verantwortlich. Wer sich nicht daran hält, für den kann das im Falle eines Unfalls teuer werden. Darauf weisen jetzt der Bayerische Gemeindeunfallversicherungsverband (Bayer. GUVV) und die Bayerische Landesunfallkasse (Bayer. LUK) hin.
Wenn ein Unfall auf dem Weg zur oder von der Arbeit passiert, dann übernimmt zwar die gesetzliche Unfallversicherung die Kosten für Heilbehandlung und Rehabilitation. Hat der Hausbesitzer aber grob fahrlässig gehandelt, so muss er unter Umständen trotzdem tief in die Tasche greifen, denn die gesetzliche Unfallversicherung kann den Streupflichtigen in Regress nehmen, wenn der Unfall bei ordentlichem Räumen und Streuen zu vermeiden gewesen wäre.
Grundsätzlich obliegt die Räum- und Streupflicht zwar den Gemeinden.
Allerdings können diese die Verantwortung für den Gehweg durch ihre Satzung auf die Anlieger übertragen. Das ist meist auch der Fall. In Mietshäusern kann der Vermieter die Räum- und Streupflicht per Mietvertrag auf die Mieter übertragen. Allerdings muss er die Ausführung überwachen. In der Regel muss an Werktagen ab sieben Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab acht Uhr (je nach Satzung sind hier Abweichungen möglich) und bis 20 Uhr abends geräumt werden. In der Nacht besteht kein Anspruch auf eine geräumte Straße oder einen geräumten Gehweg. Je nach Witterung muss aber eventuell tagsüber erneut geräumt und gestreut werden.
Generell gilt aber der Rahmen des Zumutbaren. Es muss zum Beispiel nicht vorbeugend gestreut werden und jeder Verkehrsteilnehmer muss auch selbst aufpassen und sich den winterlichen Wetterverhältnissen anpassen. Auf Gehwegen muss ein Streifen von mindestens einem Meter freigeräumt und rutschfest gemacht worden sein. Salz zu streuen ist nicht notwendig und in manchen Gemeinden sogar verboten.
Für Ihre Rückfragen zu dieser Presseinformation: Ulrike Renner-Helfmann, Presse- und ÖffentlichkeitsarbeitTel: 089/3 60 93-119, Fax: 089/3 60 93-379, presseabteilung[at]bayerguvv.de
München, im Oktober 2010
"Pferdegeschirre", Kordeln und Fahrradhelme: Tödliche Fallen auf Spielplätzen
Der tödliche Unfall eines Mädchens in Bayern, das mit einem Spiel-Pferdegeschirr an einem Spielplatzgerät hängen geblieben ist, zeigt, wie gefährlich es sein kann, wenn "Pferdegeschirre", Jacken mit Kordeln, Schlüsselbänder oder lange Schals auf dem Spielplatz getragen werden. Auch der Fahrradhelm ist für die Kinder auf dem Spielplatz wegen der Strangulationsgefahr gefährlich und sollte beim Toben und vor allem auf Spielplätzen unbedingt abgelegt werden, warnen der Bayerische Gemeindeunfallversicherungsverband (Bayer. GUVV) und die Bayerische Landesunfallkasse (Bayer. LUK).
Die Spiel-Pferdegeschirre sind bei vielen Kindern beliebt. Sie sollten aber nur unter direkter Aufsicht eines Erwachsenen verwendet werden und sind wegen der Strangulationsgefahr tabu beim Spielen an der Rutsche oder anderen Spielplatzgeräten. Bereits beim Kauf sollten die Eltern, Erzieherinnen und Erzieher und Lehrkräfte darauf achten, dass das Spielzeug mit so genannten Sollbruchstellen versehen ist. Das können zum Beispiel Klettverschlüsse an verschiedenen Stellen sein, die sich öffnen, wenn das Geschirr hängen bleibt. Diese Klettverschlüsse können auch nachträglich selbst eingenäht werden.
Auch der Fahrradhelm ist am Spielplatz gefährlich. "Ein Helm schützt beim Radfahren oder Inlineskaten den Kopf und oft auch das Leben", betont Elmar Lederer, Geschäftsführer von Bayer. GUVV / Bayer. LUK. "Bleibt er jedoch beim Spielen in einem Kletternetz oder beim Klettern in Bäumen hängen, drückt der festgeschnallte Kinnriemen auf den Hals. Das Gewicht des Kindes zieht es nach unten und der Riemen schnürt ihm dann die Luft ab. Dies kann im Extremfall zum Tode des Kindes führen." Zwar sind die Maschen von Kletternetzen, Winkel und Öffnungen von Spielplatzgeräten nach Sicherheitskriterien genormt, aber ein Fahrradhelm ist dabei nicht berücksichtigt. Deshalb der dringende Appell an Eltern, ihre Kinder vor dem Spielen und Klettern mit Fahrradhelmen zu warnen.
Zur Information haben der Bayer. GUVV/die Bayer. LUK ein Faltblatt herausgegeben. Außerdem wurde für Warnungen an Klettergerüsten ein Hinweisschild erstellt. Beides kann unter www.bayerguvv.de im Internet heruntergeladen werden.
Der Bayer. GUVV und die Bayer. LUK sind die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung in den Kindertageseinrichtungen in Bayern mit Ausnahme der Landeshauptstadt München. Die über 466.000 Kindergartenkinder in Bayern sind hier bei Unfällen versichert. Dies gilt auch auf dem Weg zur Krippe, zum Kindergarten und Hort sowie zurück. Eltern brauchen hierfür keine eigenen Beiträge zu zahlen, diese tragen allein die Kommunen bzw. der Freistaat Bayern.
Für Ihre Rückfragen zu dieser Presseinformation: Ulrike Renner-Helfmann, Presse- und ÖffentlichkeitsarbeitTel: 089/3 60 93-119, Fax: 089/3 60 93-379, presseabteilung[at]bayerguvv.de
München, im August 2010
Schulanfänger: Den neuen Schulweg zur Hauptverkehrszeit üben
Noch sind es ein paar Wochen bis zum Beginn des neuen Schuljahres. Doch Eltern von Erstklässlern sollten schon jetzt mit ihren Kindern den Schulweg üben. Darauf weisen der Bayerische Gemeindeunfallversicherungsverband und die Bayerische Landesunfallkasse (Bayer. GUVV / Bayer. LUK) hin, die zuständig für die gesetzliche Schülerunfallversicherung der rund 1,7 Millionen Schüler in Bayern sind.
„Für viele Schüler, insbesondere die Grundschüler, ist der Schulweg ein gefährlicher Parcours“, sagt Elmar Lederer, Geschäftsführer des Bayer. GUVV und der Bayer. LUK. Allein im Jahr 2009 sind nach seinen Angaben in Bayern rund 18.300 Schülerinnen und Schüler auf dem Schulweg Opfer von zum Teil schweren Verkehrsunfällen geworden. Fünf Schüler starben dabei.
Der Schulweg sollte so gewählt werden, dass gefährliche Abschnitte wie zum Beispiel be-fahrene oder unübersichtliche Kreuzungen umgangen werden können. Ist das nicht möglich, müssen sich die Schulanfänger auch an diesen Stellen sicher fühlen. Sie müssen auch lernen, mit viel Verkehr zurechtzukommen: „Üben Sie deshalb mit Ihrem Kind den Weg mehrmals unter realen Bedingungen, also auch morgens im vollen Berufsverkehr“, rät Lederer. Am späteren Vormittag oder am Wochenende sind die Straßen für ein wirklichkeits-nahes Schulwegtraining oft zu ruhig.
Schulwegtraining – Tipps für Eltern: - Benutzen Sie Ampeln und Fußgängerüberwege, soweit möglich.
- Überprüfen Sie, ob Ihr Kind am Bordstein anhält, Blickkontakt mit den Auto- oder Fahrradfahrern sucht und die Geschwindigkeit von Fahrzeugen abschätzen kann.
- Vorsicht bei abbiegenden Lkw; lieber stehen bleiben und den Lkw vorbeilassen.
- Schicken Sie Ihr Kind morgens rechtzeitig los – Kinder werden unter Zeitdruck unaufmerksam und unvorsichtig.
- Sorgen Sie für helle Kleidung und Reflektoren, damit Ihr Kind besser gesehen wird.
- Bringen Sie Ihr Kind mit dem Auto zur Schule? Dann schnallen Sie Ihr Kind vorschriftsmäßig im altersentsprechenden Kindersitz an und setzen Sie es an einer sicheren Stelle ab, am besten auf der richtigen Straßenseite.
Lieber den längeren Schulweg, wenn er sicherer ist
Die kürzeste Strecke vom Elternhaus zum Schultor ist nicht immer die sicherste. Lassen sich mit einem etwas längeren Weg Gefahrenquellen umgehen, sollten Eltern diesen „Umweg“ für ihr Kind aussuchen.
Für Ihre Rückfragen zu dieser Presseinformation: Ulrike Renner-Helfmann, Presse- und ÖffentlichkeitsarbeitTel: 089/3 60 93-119, Fax: 089/3 60 93-379, presseabteilung[at]bayerguvv.de
München, im August 2010
Zum Schulanfang eine tolle Schultüte
Von Frisbees bis Kaugummi: So halten Naschen und Spielen sich die Waage
In die Schule zu kommen, ist ja gut und schön. Viel wichtiger als das Formale aber ist für viele Kinder ihre Schultüte: ein schnittiges Rennauto zum Beispiel, eine rosa Prinzessinnen-Tüte mit viel Tüll oder üppig verzierte selbstgebastelte Phantasietüten.
Zum Füllen der Tüte hören Eltern seit Jahren, dass nicht zu viele Süßigkeiten hinein sollten. Doch die Kinder erwarten genau das: eine bis zum Rand mit Leckereien gefüllte Tüte. Ist das „Falsche“ drin, können auch schon mal Tränen fließen und Tüten wütend in die Ecke gepfeffert werden.
Der Bayerische Gemeindeunfallversicherungsverband und die Bayerische Landesunfallkasse (Bayer. GUVV / Bayer. LUK) raten als Kompromiss, etwa die Hälfte der Tüte mit Süßem zu füllen. Hier ist tricksen erlaubt, voluminöse Süßigkeiten wie „Schweinespeck“ füllen den Platz schnell. Eine Ausweich-möglichkeit zu Süßem sind pikante Leckereien wie Salami-Sticks oder Knabberbrezeln. Und neben Schokolade oder zuckerfreien Gummibärchen finden vielleicht auch noch zuckerfreie Kaugummis, Studentenfutter und eine schicke Frühstücksdose mit Weintrauben oder eine neue Trinkflasche ihren Platz.
Die andere Hälfte sind kleine Geschenke, die bei den Kindern immer gut an-kommen: Abzieh- oder Sammelbilder, gelbe oder weiße Reflektoren in Form von kleinen Anhängern mit kurzem Band für Jacke und Anorak, Blöcke zum Ausmalen und Raten, ein Jojo, Gummitwist, eine Frisbee-Scheibe oder ein Springseil (den Kids von heute eher als „speed rope“ vertraut). Aufgeweckte Kinder freuen sich auch über einen Wecker mit ihrer Lieblingsfigur.
Der Bayer. GUVV und die Bayer. LUK sind die gesetzlichen Unfallversicherungsträger für Bayern mit der Ausnahme der Landeshauptstadt München. Bei ihnen sind rund 1,7 Millionen Schüler versichert, sowie u.a. Kinder in Kindertagesstätten, die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes, Studierende an Hochschulen und ehrenamtlich Tätige bei Arbeits- und Wegeunfällen. Bei versicherten Unfällen erhalten die Betroffenen alle notwendigen medizinischen Heilbehandlungen und Rehabilitationsmaßnahmen sowie gegebenenfalls auch eine Rente.
Weitere Informationen unter www.bayerguvv.de.
Für Ihre Rückfragen zu dieser Presseinformation: Ulrike Renner-Helfmann, Presse- und ÖffentlichkeitsarbeitTel: 089/3 60 93-119, Fax: 089/3 60 93-379, presseabteilung[at]bayerguvv.de
München, im Juli 2010
Kinder lernen, mit Wagnissen umzugehen
Tipps für sicheres Klettern. Kinder klettern gern und sollten ihren Kletterdrang so oft wie möglich ausleben, denn nur wenige Bewegungsformen schulen Ausdauer, Geschicklichkeit und Kraft so intensiv. Körperbeherrschung und Kreativität der Routenbewältigung sind gefragt, ebenso Kommunikation und gegenseitige Hilfe. Die Kinder setzen sich freiwillig einem Wagnis aus und lernen, mit Angst und Freude umzugehen.
Dennoch zögern Eltern – meist aus Sorge vor einem Unfall –, ihren Kindern das Klettern zu erlauben. „Diese Vorsicht ist nachvollziehbar“, sagt Elmar Lederer, Geschäftsführer des Bayerischen Gemeindeunfallversicherungsverbandes und der Bayerischen Landesunfallkasse (Bayer. GUVV / Bayer. LUK).
Viele Erwachsene, so Lederer, sehen das Klettern auch deshalb kritisch, weil es eine junge Trendsportart ist, mit der sie selbst keine eigenen Erfahrungen haben. Für das risikobehaftete Image des Kletterns sorgen auch spektakuläre Bilder von Extremsportlern, die an steilen Felswänden unterwegs sind.
Bayer. GUVV und Bayer. LUK raten Eltern kletterbegeisterter Kinder deshalb: - einen Kurs mit fachkundiger Anleitung zu besuchen – vielleicht sogar mit der ganzen Familie. Kurse bieten zum Beispiel örtliche Sektionen des Deutschen Alpenvereins an, Sportgruppen an Hochschulen oder auch privat geführte Kletterhallen. Klettern wird teils als Schulsport von erfahrenen Sportlehrern an künstlichen Kletterwänden angeboten;
- Kinder zunächst nur an künstlichen Felsen klettern zu lassen, etwa in Kletterhallen oder Klettergärten. Naturfelsen im freien Gelände können durch Steinschlag oder einen plötzlichen Wetterumschwung gefährlich werden. Im Notfall ist schnelle Hilfe nicht immer gewährleistet;
- eine eigene, sichere Ausstattung mit Gurt und Seil für das Klettern anzuschaffen. Auf den Kopf gehört ein Helm;
- bei der Ausrüstung auf das „GS“-Zeichen (steht für „geprüfte Sicherheit“) und das UIAA-Siegel (Union of International Alpinist Association) zu achten.
Für Ihre Rückfragen zu dieser Presseinformation: Ulrike Renner-Helfmann, Presse- und ÖffentlichkeitsarbeitTel: 089/3 60 93-119, Fax: 089/3 60 93-379, presseabteilung[at]bayerguvv.de
München, im April 2010
Ein tödlicher Unfall eines Mädchens auf einem bayerischen Spielplatz hat erneut gezeigt, wie gefährlich es sein kann, wenn Fahrradhelme auf Spielplätzen getragen werden. Nicht nur Kordeln, lange Schals und Schlüsselbänder stellen für Kinder eine erhebliche Strangulationsgefahr dar. Auch der Fahrradhelm, so wichtig er im Straßenverkehr ist, wird bei festgeschnalltem Kinnriemen schnell zur tödlichen Falle. Er sollte beim Toben und vor allem auf Spielplätzen unbedingt abgelegt werden.
„Ein Helm schützt beim Radfahren oder Inlineskaten den Kopf und oft auch das Leben“, betont Elmar Lederer, Geschäftsführer des Bayer. Gemeindeunfallversicherungsverbandes (Bayer. GUVV) und der Bayer. Landesunfallkasse (Bayer. LUK). „Bleibt er jedoch beim Spielen in einem Kletternetz oder zum Beispiel in einer Astgabelung hängen, drückt der festgeschnallte Kinnriemen auf den Hals. Das Gewicht des Kindes zieht es nach unten und der Riemen schnürt ihm dann die Luft ab. Dies kann im Extremfall zum Tode des Kindes führen.“ Zwar sind die Maschen von Kletternetzen, Winkel und Öffnungen von Spielgeräten nach Sicherheitskriterien genormt. Demnach müssen sie eine bestimmte Größe haben, damit der Kopf nicht eingeklemmt werden kann. Aber ein Fahrradhelm ist dabei nicht berücksichtigt. Deshalb der dringende Rat an Eltern, ihre Kinder vor dem Klettern mit Fahrradhelmen zu warnen.
Zur Information haben der Bayer. GUVV/die Bayer. LUK ein Faltblatt herausgegeben. Außerdem wurde für Warnungen an Klettergerüsten ein Hinweisschild erstellt. Beides kann unter www.bayerguvv.de im Internet heruntergeladen werden.
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Der Bayer. GUVV und die Bayer. LUK sind die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung in den Kindertageseinrichtungen in Bayern mit Ausnahme der Landeshauptstadt München. Die über 466.000 Kindergartenkinder in Bayern sind hier bei Unfällen versichert. Dies gilt auch auf dem Weg zur Krippe, zum Kindergarten und Hort sowie zurück. Eltern brauchen hierfür keine eigenen Beiträge zu zahlen, diese tragen allein die Kommunen bzw. der Freistaat Bayern.
Für Ihre Rückfragen zu dieser Presseinformation: Ulrike Renner-Helfmann, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel: 089 / 360 93 - 119, Fax: 089 / 360 93 - 379.
Waldarbeit ist gefährlich. Bereits 10 Waldbesitzer oder Helfer haben heuer bei Unfällen im Wald in Niederbayern/Oberpfalz und Schwaben das Leben verloren.
Von den bis einschließlich September gemeldeten 26 tödlichen Unfällen waren die 10 Waldunfälle der eindeutige Schwerpunkt. Bei 13.238 gemeldeten Unfällen insgesamt kann die Land- und forstwirtschaftliche Berufsgenossenschaft Niederbayern/Oberpfalz und Schwaben von einem erfreulichen Rückgang von 800 Unfällen gegenüber dem Vorjahr berichten.
Hauptsächliche Unfallursache bei Waldunfällen ist die Nichtbeachtung des Gefahrenbereichs (doppelte Baumlänge rundum).
Dringend empfehlen die Sicherheitsberater der Land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft Waldbesitzern, unbedingt einen Motorsägenkurs zu besuchen. Zweitägige Kurse organisiert das zuständige Forstamt (beim Landwirtschaftsamt) oder noch besser - der Besuch eines viertägigen Kurses bei der Waldbauernschule Goldberg (Kelheim). Zu erreichen unter Tel. 09441/6833-0, per Mail: poststelle[at]wbs.bayern.de oder weitere Infos im Internet unter www.waldbauernschule.de. Holzernte geschieht am wirtschaftlichsten und sichersten mit Forstmaschinen.
Hans Maurer. LBG NOS
Noch sind es ein paar Wochen bis zum Beginn des neuen Schuljahres. Doch Eltern von Erstklässlern sollten schon jetzt mit ihren Kindern den Schulweg üben. Darauf weisen der Bayerische Gemeindeunfallversicherungsverband und die Bayerische Landesunfallkasse (Bayer. GUVV / Bayer. LUK) hin, die zuständig für die gesetzliche Schülerunfallversicherung in Bayern sind.
„Für viele Schüler, insbesondere die Grundschüler, ist der Schulweg ein gefährlicher Parcours“, sagt Elmar Lederer, Geschäftsführer des Bayer. GUVV und der Bayer. LUK. Allein im Jahr 2008 sind nach seinen Angaben in Bayern rund 18.800 Schülerinnen und Schüler auf dem Schulweg Opfer von zum Teil schweren Verkehrsunfällen geworden. Neun Schüler starben dabei.
Schulanfänger müssen sich an gefährlichen Stellen sicher fühlen, zum Beispiel an viel befahrenen oder unübersichtlichen Kreuzungen. Sie müssen allmählich auch lernen, mit viel Verkehr zurechtzukommen: „Üben Sie deshalb mit Ihrem Kind den Weg mehrmals unter realen Bedingungen, also auch morgens im vollen Berufsverkehr“, rät Lederer. Am späteren Vormittag oder am Wochenende sind die Straßen für ein wirklichkeitsnahes Schulwegtraining oft zu ruhi
Schulwegtraining – Tipps für Eltern:
- Benutzen Sie Ampeln und Fußgängerüberwege, soweit möglich.
- Überprüfen Sie, ob Ihr Kind am Bordstein anhält, Blickkontakt mit den Auto- oder Fahrradfahrern sucht und die Geschwindigkeit von Fahrzeugen abschätzen kann.
- Vorsicht bei abbiegenden Lkw; lieber stehen bleiben und den Lkw vorbeilassen.
- Schicken Sie Ihr Kind morgens rechtzeitig los – Kinder werden unter Zeitdruck unaufmerksam und unvorsichtig.
- Sorgen Sie für helle Kleidung und Reflektoren, damit Ihr Kind besser gesehen wird.
- Bringen Sie Ihr Kind mit dem Auto zur Schule? Dann schnallen Sie Ihr Kind vorschriftsmäßig an und setzen Sie es an einer sicheren Stelle ab, am besten auf der richtigen Straßenseite.
Lieber den längeren Schulweg, wenn er sicherer ist
Die kürzeste Strecke vom Elternhaus zum Schultor ist nicht immer die sicherste. Lassen sich mit einem etwas längeren Weg Gefahrenquellen umgehen, sollten Eltern diesen „Umweg“ für ihr Kind aussuchen.
Für Ihre Rückfragen zu dieser Pressemeldung:Ulrike Renner-Helfmann, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel: 089/3 60 93-119, Fax: 089/3 60 93-379, presseabteilung@bayerguvv.de
Von den 17 gemeldeten tödlichen Unfällen im ersten Halbjahr waren 11 älter als 60 Jahre.
Wie die Land- und forstwirtschaftliche Berufsgenossenschaft Niederbayern/Oberpfalz und Schwaben berichtet, ereigneten sich im Juni in ihrem Zuständigkeitsbereich drei tödliche Unfälle mit folgenden Ursachen: - Bei Waldarbeiten von Schlepper überrollt (m, 66 Jahre)
- Auf der Wiese von Heugroßballen überrollt (m, 84 Jahre)
- Auf der Wiese von Schlepper überrollt (m, 70 Jahre)
Eine erfreuliche Entwicklung hat hingegen das Unfallgeschehen in der Land- und Forstwirtschaft in Niederbayern/Oberpfalz und Schwaben insgesamt betrachtet genommen. Waren es im ersten Halbjahr 2008 noch 9.133 Unfälle, so sind es heuer mit 8.438 um 695 Unfälle weniger.
Bei den tödlichen Waldunfällen wurde allerdings die Gesamtzahl von acht im Jahr 2008 bereits im ersten Halbjahr 2009 mit neun überschritten. Neben der Waldarbeit sind hauptsächlich die Tierhaltung, Stürze (insbesondere auch von der Leiter) und Augenverletzungen am Unfallgeschehen beteiligt.
Hans Maurer, LBG NOS
 - Solche Leitern sind für nichts gut !
Den gesetzlichen Unfallversicherungen werden zur Zeit auffallend viele Leiterunfälle gemeldet. Viele der Leiterunfälle ziehen schwere Verletzungen nach sich (Schädel-Hirn-Trauma, Wirbelsäulen- oder Beckenbrüche), einige enden tödlich.
Schuld an der Häufung der Leiterunfälle sind nach Meinung der Berufsgenossenschaften zwei Umstände: - Die derzeit zu beobachtenden klimatischen Verhältnisse (schwüle Luft, starker Witterungswechsel) wirken sich negativ auf das Kreislaufsystem aus.
- Es sind immer mehr ältere Menschen, die Leitern besteigen und dabei abstürzen.
Abhilfe schaffen, aber wie?
Das Motto muss lauten: Weg von der Leiter
Oder: Auf Leitern verzichten und Leitern durch andere Möglichkeiten ersetzen, wo immer es geht, z. B.: - Jeder Gartenbauverein sollte über einen mobilen Arbeitskorb zur Obsternte verfügen.
- In jedem Dorf müsste eine sichere Hubarbeitsbühne an einem sicheren Trägerfahrzeug vorhanden sein (z. B. Traktor mit Arbeitskorb oder Teleskoplader mit Arbeitskorb).
- Siedlervereine/Hausbesitzervereine sollten Fassaden-/Dacharbeiten so organisieren, dass keine Leitern, sondern nur sichere Hubarbeitskörbe eingesetzt werden.
Wer sich vor dem Leiter(un-)fall Gedanken macht, wie's bequemer, schneller und sicherer geht, wird erstaunt sein, wie viele gute Alternativen es gibt.
Und was ist mit Fensterln?
Wie denn das dann mit der guten (alten) Tradition des Fensterlns wäre, fragte ein Oberbayer in Bezug auf "Weg von der Leiter". Die Antwort gibt Rapunzel: Nicht: "Ich lass mein Haar herab" oder "Stell die Leiter an mein Fenster", sondern: "Schick mir eine SMS".
Infos für alle, die höher kommen und gesund bleiben wollen, gibt es bei der Land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft NB/OPf. und Schwaben (Tel. 0871/696-280 oder e-mail AllingerF[at]landshut.lsv.de).
Fritz Allinger, LBG NOS
 - Mit einem Leiterzurrgurt kann die Leiter schnell und bequem an einem stabilen Ast befestigt werden.
Mehr als alle anderen Obstsorten sorgen Kirschen für viele Knochenbrüche.
Die süßen Früchte hängen an Bäumen mit Hochstämmen, die leckersten Kirschen am weitesten draußen oder ganz oben.
Und, wie alte Obstbauern wissen: Kirschbaumäste sind richtig „meineidig“.
Selbst starke Äste können unvermittelt abbrechen und Mann und Anlegeleiter zu Boden und zu Schaden bringen.
Die land- und forstwirtschaftliche Berufsgenossenschaft rät Obstgartenbesitzern: - Ernten Sie Kirschen am sichersten und bequemsten aus dem Arbeitskorb (z. B. am Traktorfrontlader).
- Als Ernteleitern nur sichere Obstbaumleitern verwenden, die zusätzlich am Stamm festgebunden sind und/oder über Abstützungen verfügen.
- Leitern nie bis zum Ende besteigen, immer mehrere Sprossen als Sicherheitsreserve behalten.
- Als Sammelbehälter einen Eimer verwenden, der mit einem Haken am Baum oder an der Leiter eingehängt werden kann. So bleibt die zweite Hand zum Festhalten frei.
- Bei Neupflanzungen auf Niedrigstämme und frühe Sorten setzen. Die sind bequemer zu beernten, brauchen weniger Platz und werden nicht so leicht wurmig.
Fritz Allinger,LBG NOS
 - Das Enkelkind wird auf abschüssiger Strecke unkontrollierbar schnell. Ob es bremsen kann, weiß weder Oma noch Kind.
„Bleib stehen! Bleib auf dem Gehsteig!!“
Die Stimme der Großmutter ist laut, sie klingt verzweifelt und die Rufe sind nutzlos. Das Enkelkind saust mit zunehmender Geschwindigkeit der Oma davon.
Angestoßen von den Kinderbeinen und beschleunigt durch die abschüssige Strecke wird das Kinderrad ohne Treter enorm schnell.Bremsen gibt es nicht. Neben dem Gehsteig fahren Autos. Die Lenker nehmen den kleinen Verkehrsteilnehmer gar nicht wahr. Der bleibt – Gottseidank – auf dem Gehsteig und nach circa fünfzig Metern in der Ebene auch stehen. Die Oma schwitzt.
Wer Kinder/Enkel auf Anschubrädern (ohne Pedale) fahren lässt, muss folgende Regeln beachten: - Nur in sicherem Terrain fahren lassen.
- Abschüssiges Gelände bedeutet: Absteigen.
- Nicht neben Straßen fahren lassen.
- Nicht auf Plätzen fahren lassen, die ein Gefälle aufweisen, an denen sich unten Straßen oder andere Gefahrstellen (z. B. Mauern) befinden.
- Kinder mit Helm ausrüsten und selber Vorbild sein.
Fritz Allinger, LBG NOS
 - Skifahrer auf der Skipiste ohne Helm sind mittlerweile eine Seltenheit. Bei der Waldarbeit ist es umge-kehrt: Selten trifft man einen Waldarbeiter mit einem Forsthelm.
Fragt man Teilnehmer eines Motorsägenkurses, wer von ihnen bei der Waldarbeit einen Forsthelm regelmäßig trägt, melden sich höchstens 15 - 20 Prozent.
Fragt man Skifahrer, wer auf der Piste einen Helm trägt, melden sich mehr als 50 Prozent.
Und fragt man die Sicherheitsberater der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft, warum die Helmtragequote im Wald um so viel schlechter ist als auf der Piste, schütteln sie ratlos den Kopf, obwohl das Tragen eines Skihelms auf der Piste in Deutschland noch nicht einmal Pflicht ist - das Tragen eines Helmes bei der Waldarbeit aber schon.
Der Kopf ist mit 30 % das Körperteil, das am häufigsten von Verletzungen betroffen ist - davon 20 % Augenverletzungen. Der Vorteil des Forsthelms ist, dass er nicht nur den Kopf schützt, sondern auch die Augen und das Gehör. Diese Schutzfunktionen sind bei jedem Forsthelm heute serienmäßig integriert.
Waldarbeiter müssen einen Waldarbeiterhelm mit Gesichts- und Gehörschutz verwenden. Die Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft appelliert an alle Waldbesitzer: Wenn Sie zur Waldarbeit gehen, dann nur mit Forsthelm. Die Gefahr am Kopf verletzt zu werden, ist bei der Waldarbeit sehr hoch, ebenso wie beim Skifahren.
Landshut, den 14.04.2009, Günther Stemplinger
 - "Steckerlweiber" bereiten sich systematisch auf ihren Einsatz "Fit und gesund durch Bewegen" vor. Trainerin: Frau Marlene Stopfer-Höhn vom Bayer. Turner-Verband, Abt. Freizeitsport und Gesundheit
Jetzt haben es auch die Jäger bemerkt: Die Frauen auf dem Land haben den Spaß an der gesunden Bewegung für sich entdeckt. Mit Nordic-walking-Stöcken "bewaffnet" ziehen sie ihre Runden über Feld- und Waldwege. Dabei - pflegen sie ihre sozialen Kontakte,
- steigern ihre körperliche Fitness,
- entrümpeln ihre Seele von Alltagsmüll,
- verbessern die Verdauung und sorgen für gesunden Appetit,
- reinigen den Geist und erfrischen die Gedanken,
- stärken Herz und Lunge und
- genießen die schöne Landschaft, die sie selbst jeden Tag und all die Jahre mitgeschaffen haben.
Dass sie dabei ein paar (wenigen) Hochsitzhockern und Stammtischstrategen ein Dorn im Auge sind, ist verständlich, amüsant und unwichtig.
Interessant dagegen wäre, wie der männliche Teil der Landbevölkerung den Bewegungsvorsprung und Gesundheitsvorteil der Frauen einholen will.
Sprüche wie "Steckerlweiber - Wildvertreiber" mögen für Jäger mit schlechter Abschussbilanz ein kleines "Kurzzeit-Seelenpflaster" sein.
Letztlich gilt auch für die Männer: Nur wer sich viel bewegt, bleibt gesund. Mindestens eine dreiviertel Stunde am Tag oder drei Kilometer am Stück.
Da sind die Steckerlweiber derzeit deutlich im Vorteil.
Fritz Allinger, LBG NOS
 - Hier besteht Handlungsbedarf: Sobald das Wetter es erlaubt, wird die Dachrinne wieder funktionstüchtig gemacht. Als bequeme Aufstiegshilfe in die Höhe dient der sichere Arbeitskorb.
 - Mit einem geländegängigen Trägerfahrzeug reicht der Arbeitskorb überall hin.
Wo die Dachrinne das Regen- und Schmelzwasser nicht hält, sondern es in den Hof fallen lässt, droht Gefahr. Sinken über Nacht die Temperaturen, steigt die Gefahr, dass sich heimtückische Eisflächen bilden. Die ziehen einem die Beine unter dem Hintern weg. Schmerz, Gips und Armschlaufe sind vielleicht die eine Folge - lang- und längerfristiger Verlust der Lebensqualität ist die andere Folge eines Glatteissturzes. Vom Mitleid der anderen sei gar nicht gesprochen.
Wer Stürze durch Glatteis vermeiden möchte, muss Dachrinnen, Wege und Beleuchtung in gutem Zustand halten. Streuen - auch mehrmals täglich - bei Schnee- und Eisglätte muss selbstverständlich sein.
Dachrinnenreparaturen sind sicher nur aus einem sicheren Hubarbeitskorb zu erledigen. Betriebsunternehmer mit Überblick besitzen so was für sicheres und komfortables Arbeiten in der Höhe.
Fritz Allinger, LBG NOS
 - Dieser Wiener Würstelstandbetreiber bietet seinen Gästen und sich selbst als einen sicheren Zugang zur Dachterrasse eine Wendeltreppe an. Warum wohl hat er keine Leiter genommen?
Gute Treppen bieten Komfort und Sicherheit zwischen zwei Ebenen.
Leitern leisten das nicht. Sie können kaum sicher bestiegen werden.
Absteigen auf Leitern mit Materialmitnahme ist sicher überhaupt nicht möglich. Da Unfälle von und mit Leitern zu den schwersten zählen, die einem im Leben zustoßen können, gelten folgende Regeln: - Zu häufig benutzten Arbeitsplätzen in der Höhe dürfen nur Treppen führen, keine Leitern.
- Auf- und Abstiege müssen komfortabel sein. Das erfüllen nur Treppen mit Handlauf, Knie- und Fußleiste.
- Leiternarbeitsplätze/Leiternaufstiege sind immer gefährlich. Kluge Menschen ersetzen Leitern durch Treppen, Arbeitspodeste oder mobile Arbeitsbühnen an sicheren Trägerfahrzeugen (z. B. Teleskopladern).
Überprüfen Sie Ihre Arbeitsebenen und verbinden Sie sie mit sicheren Treppen.
Fritz Allinger, LBG NOS
 - Diese Kegelbahn ist keine Maschine, da kein mechanisch bewegtes Teil dran ist. Das Restrisiko ist überschaubar. Und weil diese Kegelbahn viel Bewegung an frischer Luft verlangt, ist sie für die Benutzer ganz sicher unterhaltsam und gesund. Zum Nachbauen empfohlen!
Moderne Kegelbahnen sind Maschinen. Deshalb müssen sie grundlegende Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen erfüllen. Das verlangt EU-Recht und deutsches Recht gleichermaßen. Schließlich soll kein Kegler beim Entflechten von Kegeln durch die Seilzüge stranguliert werden. Dafür sorgen Sicherheitsschalter und Sicherheitssteuerungen - auch im Störfall.
Warum die landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft (LBG) über Kegelbahnmaschinen schreibt? Weil Landmaschinen den gleichen Gesetzen unterliegen, aber einige Hersteller immer glauben, sie weder kennen noch einhalten zu müssen.
Was die Folge ist? Landmaschinen weisen ein deutlich höheres Risiko auf, schwere Verletzungen zu verursachen - vor allem bei der Störungsbeseitigung.
Damit Verletzungen vermieden und Risiken minimiert werden, rät die LBG ihren Landwirten und Forstleuten: - Vor Maschinenkauf kostenlose Beratung der Außendienstmitarbeiter holen.
- Verpflichtungserklärung vom Händler unterschreiben lassen - schützt vor Folgekosten (im Internet unter www.lsv.de/nos/05service/05check/verpf.pdf)
- Häufige Störfälle und Beinaheunfälle dem Hersteller, der LBG und der Marktüberwachung (=Gewerbeaufsichtsamt) melden.
Unfälle lassen sich nicht restlos vermeiden. Aber sie müssen auf ein tolerierbares Restrisiko begrenzt bleiben. Eine Strangulation oder eine Fingeramputation gehören nicht dazu. Ein Daumen zwischen zwei Kegelkugeln schmerzt sehr, ist aber eher tolerierbares Restrisiko.
Fritz Allinger, LBG NOS
Als entspannte und gesellige Form der Gesundheitsvorsorge findet gezieltes Schwitzen in Sauna oder Dampfbad immer mehr begeisterte Anhänger.
Zu Recht: Wer einige Grundregeln beachtet, wird seine wahre Freude an den wohltuenden Hitzetempeln haben.
„Saunafreunde schlagen gleich zwei Fliegen mit einer Klappe“, betont Sylvia Strothotte, Unternehmenssprecherin der Vereinigten IKK: „Denn Saunabaden entspannt und stärkt gleichzeitig das Immunsystem.“
Ist die Sauna für alle geeignet? Saunaneulinge sollten vor dem ersten Besuch ihren Arzt um Rat fragen, vor allem bei Beschwerden wie Asthma, Rheuma oder Herz-Kreislauferkrankungen. Gleiches gilt bei Entzündungen, Venenleiden oder Epilepsie. Erkältungen müssen erst auskuriert werden. Unter diesen Voraussetzungen gibt es keine Altersgrenzen – in den meisten Saunen haben Kinder aber erst ab drei Jahren Zutritt.
Wie wirkt Saunabaden?
Der systematische Wechsel von Wärme- und Kältereizen regt den Kreislauf und die Durchblutung an, aktiviert die Abwehrzellen und entspannt die Muskulatur. Das intensive Schwitzen setzt den Abbau von Schlacken in Gang. Wer die heilsamen Effekte der Sauna regelmäßig nutzt, stärkt seine Abwehrkräfte, beugt Herz-Kreislauferkrankungen und akuten Anfällen von Asthma oder Bronchitis vor, lindert Verspannungen und rheumatische Beschwerden.
Welche Formen gibt es? Der Wellness-Trend macht die Saunalandschaft immer bunter – unterscheiden lassen sich dabei drei Typen: Heißlufträume wie die finnische Sauna haben eine geringe Luftfeuchtigkeit bei großer Hitze, Warmlufträume wie die Infrarotkabine bieten eine mittlere Feuchte bei gemäßigten Temperaturen. Dagegen weisen Dampfräume wie die russische Banja eine hohe Luftfeuchtigkeit und mittlere Temperaturen auf. Wer die finnische Sauna als zu belastend empfindet, kann also auf andere Formen ausweichen.
Weitere Infos gibt es unter www.vereinigte-ikk.de/sauna
Die wichtigsten Saunaregeln - Für einen Saunabesuch rund zwei Stunden Zeit einplanen.
- Der Magen sollte weder voll noch leer sein.
- Bademantel, -schuhe und –laken mitbringen.
- Brille, Schmuck und Make-up ablegen.
- Zuerst duschen und gut abtrocknen, das erleichtert das Schwitzen.
- Maximal drei Saunagänge, bei Neulingen je nach Wohlbefinden auch weniger.
- Der erste Gang dauert zwischen acht und zwölf Minuten, weitere Gänge maximal 15 Minuten.
- Nach jedem Gang an die frische Luft und Sauerstoff tanken, dann den Schweiß kalt abspülen und anschließend abkühlen:im Tauchbecken oder mit kalten Güssen.
- Ein warmes Fußbad regelt anschließend den Temperaturausgleich.
- Bis zum nächsten Gang mindestens 15 Minuten ausruhen.
- Nach der Sauna viel trinken – am besten Mineralwasser oder Saftschorle.
- Anschließend kein Sport, um den Kreislauf nicht weiter zu belasten.
- Eine Massage krönt die gesunde Entspannung – viel Spaß!
Elke Maier Mitarbeiterin Regionaler Support __________________________________ Vereinigte IKK Regionaldirektion Niederbayern-Oberpfalz Telefon: 0941/79888-27 Telefax: 0941/79888-23 E-Mail: Elke.Maier[at]vereinigte-ikk.de Ditthornstr. 4, 93055 Regensburg
 - Szenen einer Ehe - kein Suchbild. Was machen die Zwei Ihrer Meinung nach falsch?
Brennholzmachen ist eine facettenreiche Sache. Sind zum Beispiel Ehepaare gemeinsam am Brennholzmachen, weiß er oft nicht, was sie will und sie weiß nicht, was er grad macht.
Da können Mann/Frau sich leicht einmal mit Hand und Holz oder Bein und Säge in die Quere kommen. Das gibt böse Worte oder böse Verletzungen.
Wer rausgeht zum Brennholzmachen muss für sich und seinen Partner die komplette Schutzausrüstung für Motorsägenarbeiten haben.
Dazu gehören: - Helm mit Gehör- und Gesichtsschutz (Visier)
- Schnittschutzhose
- Waldarbeitsstiefel mit Stahlkappe und Schnittschutzeinlage
Zwischen den beteiligten Personen muss es vor der Arbeit eine verbindliche Absprache geben, wer was macht und wie man sich verständigt.
Abstand auch bei Ehepaaren wichtig
Wenn die Motorsäge im Einsatz ist, muss zwischen den beteiligten Personen ein ausreichender Sicherheitsabstand gewährleistet sein. Die gesetzlichen Unfallversicherungen empfehlen vier Meter (= zweimal Falllänge einer Person)
Unfälle beim Brennholzmachen sind relativ häufig und passieren oft innerhalb des Familienverbandes. Gute Ausrüstung, gute Ausbildung an der Motorsäge, sichere Technik und saubere Absprachen verhindern diese Unfälle.
Interessiert? Sprechen Sie mit dem Sicherheitsberater Ihrer Landwirtschaftlichen Sozialversicherung über sicheres Brennholzmachen.
Fritz Allinger, LBG NOS
Jetzt kommt sie wieder, die Zeit der langen Abende an denen wir uns gerne im warmen Zimmer aufhalten. Ein offener Kamin oder ein Kachelofen, der mit Holz befeuert ist, strahlt Wärme und Gemütlichkeit aus. Ebenso ist eine moderne Holzheizung eine umweltfreundliche Alternative zu Öl oder Gas als Brennstoff. Wenn in den Heizungen die passenden Brennstoffe verfeuert werden, ist das ein Weg um die Vorräte an fossilen Brennstoffen zu schonen.
Doch leider werden immer häufiger Beschwerden laut, die darauf hin deuten, dass in den Öfen nicht nur naturbelassenes Holz verbrannt wird. Ruß, Kohlendioxid, Schwefeldioxid, Staub und andere Schadstoffe steigen aus unseren Kaminen. An manchen Tagen kann man es deutlich riechen. Eine schlimme Mischung aus verbrannter Spanplatte, altem Hausschuh und Plastik liegt in der Luft. Meist hat das eine besondere Ursache, einen unverbesserlichen Zeitgenossen nämlich, der meint dass er seinen Müll im Kachelofen, seinem Holz- oder Kohleofen oder im offenen Kamin verheizen muss. Das ist gefährlich und eine absolute Umwelt-Todsünde!
Zwar wird der Müll dadurch weniger, doch wir alle bezahlen für diese kurzsichtige Denk- und Handlungsweise mit unserer Gesundheit.
Wer Abfälle zu Hause verbrennt, produziert jede Menge giftiger Stoffe, verpestet die Luft in seiner Umgebung und er belästigt die gesamte Nachbarschaft.
Deshalb: Hände weg vom Abfall; die Öfen, die man zu Hause hat, sind nicht für die Verbrennung von Abfall geeignet. Zum einen erreichen sie keine ausreichend hohen Verbrennungstemperaturen und haben keine Filteranlagen. Zum anderen gibt es einen weiteren ganz einfachen Grund, es ist nämlich schlichtweg verboten.
Gestrichenes, lackiertes oder beschichtetes Holz, Sperrholz, Spanplatten, Faserplatten oder mit Holzschutzmitteln behandeltes Holz, PVC- beschichtetes Holz sowie Altpapierbriketts, Verpackungsmaterial und Abfälle dürfen in häuslichen Feuerstätten grundsätzlich nicht verbrannt werden. Zeitungspapier darf nur zum Anheizen verwendet werden.
Bedenken Sie, dass bei der Verbrennung bestimmter Abfälle in Ihrem Ofen giftige oder gar krebserzeugende Abgase entstehen. Auch der Ofen und der Kamin werden geschädigt durch die bei der Verbrennung entstehende Salzsäure oder andere aggressive Bestandteile im Rauchgas.
Sie schädigen also nicht nur die Umwelt und Ihre Nachbarschaft, sondern auch und in erster Linie sich selbst.
Informationen zum umweltfreundlichen Heizen erhalten Sie im Landratsamt bei der Abfallberatung unter Telefon 09181/470-209, -299 oder beim Sachgebiet Umweltschutz unter Telefon 09181/470-276, -305.
Gesetzliche Unfallversicherung: Schüler und Studenten im Ferienjob automatisch gegen Arbeitsunfälle versichert
Die Sommerferien stehen vor der Tür und viele Schüler und Studenten nutzen die Zeit, um mit Ferienjobs dazu zu verdienen. Der Bayerische Gemeindeunfallversicherungsver-band (Bayer. GUVV) weist zum Ferienbeginn darauf hin, dass sie dabei unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung stehen. Versichert ist nicht nur der Schul- und Universitätsbesuch, sondern auch der Ferienjob in der Bäckerei oder in der Land-wirtschaft. Die Beiträge zahlt der Arbeitgeber.
Aushilfen und Ferienjobber sollten ausführlich eingewiesen werden oder nur Aufgaben erledigen, die sie auch ohne qualifizierte Anleitung bewältigen können. Denn gerade un-erfahrenen Hilfskräften passieren häufig Unfälle, wie Elmar Lederer, der Geschäftsführer des Bayer. GUVV/der Bayer. LUK weiß.
Der Versicherungsschutz gilt unabhängig davon, wie lange das Arbeitsverhältnis besteht und wie viel der Ferienjobber verdient. Minijobs sind – ebenso wie unentgeltliche Prakti-ka – über den für das Unternehmen zuständigen Unfallversicherungsträger versichert. Welcher Versicherer, d. h. Berufsgenossenschaft, Unfallkasse oder Gemeindeunfallversicherungsverband, zuständig ist, weiß die jeweilige Personalabteilung. Neben den Arbeitsunfällen sind auch Personenschäden auf dem di-rekten Weg von und zur Arbeitsstätte abgedeckt.
Bei versicherten Unfällen übernimmt die gesetzliche Unfallversicherung die Kosten für Heilbehandlung, Rehabilitation und Pflege. Die Praxisgebühr ist bei Arztbesuchen nicht zu zahlen. Bei dauerhaft eingeschränkter Erwerbsfähigkeit erhalten Versicherte eine ent-sprechende Rente.
Nicht über die deutsche Unfallversicherung abgedeckt sind übrigens Arbeitsunfälle wäh-rend eines Ferienjobs im Ausland. Das gilt selbst dann, wenn man für die Auslands-tochter eines deutschen Unternehmens tätig ist. Wer zum Beispiel in den Ferien in Italien arbeiten will, sollte sich schon vor der Abreise über die dortige Absicherung gegen Arbeitsunfälle informieren. _____________________________________________________________________ Der Bayer. GUVV und die Bayer. LUK sind neben der Unfallkasse München die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung der öffentlichen Hand in Bayern. Hier sind zum Beispiel die Arbeiter, Angestellten und Auszubildenden der Kommunen und des Freistaats Bayern gegen Arbeits- und Wegeunfälle versichert. Aber auch die bayerischen Schüler, Kinder in Kindertagesstätten und die Studierenden stehen auf dem Weg zur Einrichtung und während der Zeit dort unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Mehr Informationen unter: www.bayerguvv.de
Für Ihre Rückfragen zu dieser Presseinformation: Ulrike Renner-Helfmann, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel: 089/3 60 93-119, Fax: 089/3 60 93-379.
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Seminar für Angehörige von Demenzkranken
Beginn 09. September 2008, 19.00 Uhr bis 20.30 Uhr, 7 Abende Kosten: 60 Euro (werden von den Kassen zurückerstattet) Rotkreuzhaus Neumarkt, Klägerweg 9, 92318 Neumarkt
Leitung: Fachstelle für pflegende Angehörige bei Pflege und Demenz Fruth Eva-Maria 09181 483 41
Anmeldung: 09181 483 16
Wenn H.K. mit seiner Frau spazieren geht oder seine Tochter besucht haben nur engste Vertraute eine Ahnung davon wie anstrengend der Alltag dieser beiden sich gestaltet. Frau K. leidet an Demenz! Je weiter die Erkrankung fortschreitet, umso mehr entfernt sich der Patient von dem Bild des vertrauten Menschen, der er einmal war. Für Außenstehende ist dieser Prozess sehr schwer zu verstehen, und manchmal scheint es Angehörigen unmöglich die Krankheit als Tatsache zu nehmen und sich darauf einzustellen. Der langsame und unaufhaltsame Abbau geistiger Fähigkeiten erschwert das Zusammenleben, und nicht selten kommt es dann auch zu Aggressionen. Möglichst viel über die Erkrankung zu wissen, hilft, den Patienten zu verstehen um sich und den Kranken besser gerecht zu werden. An der Krankheit ist nichts zu ändern!
Niemand kann und muss diese Aufgabe auf Dauer und ganz alleine erfüllen. Im Interesse des Kranken ist es wichtig und dringend angeraten, mit den eigenen Kräften hauszuhalten und sich frühzeitig nach Möglichkeit der Beratung und Entlastung umzusehen
Die Beratungsstelle des Roten Kreuzes für Pflege und Demenz möchte mit einem weiteren Seminar mit 7 Abenden Hilfestellung anbieten.
Ziele der Seminarreihe: - Information und Wissen über die Alzheimer-Krankheit und deren Verlauf
- Akzeptanz und Bewältigung der Krankheit und der vorhandenen Defizite
- Verständnis für den Patienten
- Bewältigung von konkreten Problemen in der Betreuung und Pflege
- Motivation zur Selbsthilfe und Annahme von notwendigen Hilfen
Seminar Angehörige pflegen AngehörigeKursbeginn: Montag 6.Oktober 08 jeweils ab 19.00 Uhr bis 21.30 Uhr Zweimal wöchentlich Montag und Donnerstag Ort: Rotes Kreuz Neumarkt Klägerweg 9
Anmeldung: 09181/483 16 Kosten: 65 Euro Leitung: Frau Eva-Maria Fruth, Angehörigenberatung Anmeldung: 09181 483 16 Der Kurs geht auf die besondere Situation und Problematik pflegender und betreuender Angehöriger ein und wird von den Krankenkassen erwünscht und bezahlt. Er richtet sich aber auch an alle welche sich vor einer bestehenden Pflegesituation informieren möchten. Die aktivierende Pflege und das Einüben praktischer Fähigkeiten stehen bei diesem Kurs im Vordergrund aber auch das Vermitteln und die Information von Fragen zur Pflegeversicherung, die eigene psychosoziale Kompetenz zur Bewältigung der Pflegesituation stärken aber auch das Verstehen und den Umgang mit verwirrten älteren Menschen.
 - Sarah (2 ½) holt Nachschub für kreative Forschung. Sie ist sich ihrer Verantwortung bewusst.
Lass Kinder mit Wasser spielen und sie sind glücklich.
Lass Kinder am Wasser spielen, pass eine Minute nicht auf und sie sind in Todesgefahr.
Wo kleine Kinder sind, sind: - Regentonnen tabu
- Alte Badewannen mit Regenwasserreserve tabu
- Wasserpflanzen-Frosch-Fisch-Biotope tabu
- Teiche und kinderleicht erreichbare Schwimmbecken tabu
- Ausflugsmöglichkeiten zu nahe gelegenen Wasserflächen tabu
Erlaubt sind Kreativspielzeuge für Wasserspaß: Gießkannen, Wasserschlauch, Regner, Rasensprenger, Wasserluftballon und was Kindern, Eltern und Großeltern sonst noch an erfrischenden Spielen einfällt. Beliebt bei den kleinen Nassforschern ist zu Beispiel das Nassmachen von Kieselsteinen und das Sortieren nach Farben, Formen und Mustern. Ein bis drei Kinder und fünfundzwanzig bis fünfzig Kiesel sind damit bis zu drei Stunden beschäftigt – wenn genug Nachgießwasser da ist. Wer’s nicht glaubt, probiert’s aus.
P.S.
Infos zum Thema Wasser und Kindersicherheit gibt es auf Nachfrage bei der land- und forstwirtschaftlichen Sozialversicherung, Abteilung Prävention (für Landshut: Telefon: 0871/696-282 oder –280; Fax: 0871/696-9499; e-mail: praev[at]landshut.lsv.de, für Augsburg: Tel. 0821/4081-179; Fax: 0821/4081-179; e-mail: praev[at]augsburg.lsv.de).
Fritz Allinger, LBG NOS
 - Sarah (2 ½) und Lea (6) spielen am liebsten mit Gartenschlauch, Flaschen, Bechern und anderen Behältern. Und je mehr dabei nass werden, umso lustiger wird’s. Uns so ist das Spielen mit Wasser im Garten für beide ungefährlich.
In Gärten, wo Kleinkinder Zugang haben, verbieten sich offene Wasserflächen und Regenwasserauffangbehälter von selbst. Kinder lieben Wasser. Wie ein Magnet zieht es die Kleinen an. Wasser im Gartenschlauch, in der Gießkanne und im Becher oder Eimer ist für die Kinder harmlos. Teiche, Biotope, Regentonnen und alte Badewannen als Gießwasserreservoirs sind für Kinder Todesfallen.
Deshalb empfiehlt die gesetzliche Unfallversicherung Eltern und Großeltern mit Garten und Kind:
Vorhandene Teiche zuschütten, solange die Kinder/Enkel klein sind. - Nass-Biotope trocken legen, aber so gestalten, dass keine freien Wasserflächen mehr vorhanden sind.
- Regentonnen durch geschlossene Wassertanks ersetzen
- Alte Badewannen bei der kommunalen Altstoffsammelstelle oder beim Schrotthändler entsorgen.
- Schlupflöcher für Kleinkinder zu offenen Wasserstellen außerhalb des eigenen Gartens kindersicher verschließen.
Wer sich nicht sicher ist, welche Maßnahmen zum Schutz der Enkel oder Kinder in seinem Garten die richtigen sind, kann sich kostenfrei Rat bei der land- und forstwirtschaftlichen Sozialversicherung holen:
praev[at]landshut.lsv.de
praev[at]augsburg.lsv.de
praev[at]augsburg.lsv.deGute Infos zur Kindersicherheit gibt es auch bei den örtlichen Feuerwehren
(und beim Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Internet: www.lgl.bayern.de).
Fritz Allinger, LBG NOS
Schneller, flexibler, bedienerfreundlicher: Einführung neuer DB Automaten im Verkehrsverbund Nürnberg (VGN)
Im Laufe der nächsten Monate führt die Deutsche Bahn schrittweise eine neue Automatengeneration an allen Bahnhöfen im Verbundraum des VGN ein. Die neuen DB Automaten bieten den Fahrgästen schnell und einfach das komplette Angebot an Fahrkarten für den Verbund-, Nah- und Fernverkehr, Reservierungen und Reiseinformationen.
Zusätzlich bieten die Automaten eine Reihe weiterer Vorteile: Modernste Technik macht die neuen DB Automaten erheblich schneller als die bisherigen Automaten. Einfacher in der Bedienung
Durch den Einsatz sensibler Touchscreens und die Optimierung der Menüabfolge ist die Bedienung jetzt noch einfacher. Der abgeflachte Bildschirm und die ergonomische Gesamtgestaltung der DB Automaten erleichtern die Bedienung auch für Rollstuhlfahrer. Volle Zahlungsflexibilität
Fahrkarten können sowohl mit Münzen sowie Banknoten bis 50 EUR als auch mit den auf dem Bildschirm dargestellten Karten bargeldlos bezahlt werden. Mehrsprachige Bedienbarkeit
Folgende Sprachen sind wählbar: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Türkisch, Spanisch
An vielen Bahnhöfen im Verbundgebiet werden in den ersten Tagen nach der Aufstellung der neuen Automaten Guides eingesetzt, die die Automaten und deren Benutzerführung erklären und den Fahrgästen bei allen Fragen diesbezüglich zur Seite stehen.
Die Deutsche Bahn AG investiert für die neuen DB Automaten in gesamten Verkehrsverbund Nürnberg knapp 7,3 Millionen Euro.

Bürgermeister informierten sich in Südtirol
Der diesjährige Ausflug für alle Bürgermeister-Pensionisten und aktive Bürgermeister ging in diesem Jahr nach Südtirol. An dem vom stellvertretenden Vorsitzenden des Bayerischen Gemeindetages Bürgermeister Alois Scherer gemeinsam mit Bürgermeister Willibald Gailler organisierte Ausflug nahmen insgesamt knapp 50 Bürgermeister mit Partner teil. Hightlights waren sicherlich die Begegnung mit dem Extrembergsteiger Reinhold Messner in der Stadt Bruneck und ein sehr langes und intensives Gespräch mit dem Landeshauptmann Dr. Luis Durnwalder.
Im Vordergrund standen politische Gespräche mit den Bürgermeistern der Stadt Bruneck, der Stadt Brixen und der Gemeinde Villanders. Höhepunkte der politischen Informationsfahrt war neben dem Gespräch mit dem Südtirolischen Gemeindebund das Gespräch mit dem Landesvater Luis Durnwalder. Dieser Gedankenaustausch im kommunalpolitischen Bereich mit den benachbarten Ländern ist ungemein wichtig. Nur so kann die Arbeit in den einzelnen Gemeinden noch optimiert werden.
Selbstverständlich wurden neben den politischen Gesprächen auch die kulturellen Highlights in Südtirol besichtigt. Mit vielen Eindrücken reicher wurde wieder nach Bayern zurückgekehrt.

In Oberbuchfeld ist es mittlerweile Tradition, dass an Fronleichnam von den Ortsvereinen am Feuerwehrhaus ein Dorffest für die Altgemeinde Oberbuchfeld veranstaltet wird. Auch in diesem Jahr fand diese Veranstaltung regen Zuspruch. So fanden sich bereits zum gemeinsamen Mittagessen mehr als 120 Gäste am Gelände rund um das Feuerwehrhaus ein. Dieses Angebot wird sehr gerne angenommen, da nach der Fronleichnamsprozession die heimische Küche kalt bleiben kann.
Am Nachmittag wurde dann vom Heimatpflege und Gartenbauverein ein üppiges Kuchenbuffet angeboten.
Im Anschluss bestand die Möglichkeit die vollbiologische Kläranlage in Deining zu besichtigen. An der Kläranlage wurde die Gruppe von Bürgermeister Alois Scherer und 2. Klärwärter Michael Schuster empfangen. Michael Schuster erläuterte den Anwesenden die Technik rund um die Kläranlage in Deining. So passiert das Abwasser zunächst einen Rechen, der groben Unrat zurückhält und automatisch entfernt. Im anschließenden Sandfang werden Sinkstoffe wie Kies und Sand aus dem Abwasser entfernt. Danach wird das Wasser in das Klärbecken geleitet. Für die Kinder bestand die Möglichkeit Bakterien durch ein Mikroskop anzuschauen. Viel Interesse fand bei den Besuchern auch die komplett automatische Steuerung der Anlage. So kann mittels Computertechnik der Betriebszustand aller Komponenten der Anlage wie Pumpen und Kompressoren abgefragt und überwacht werden. Alois Scherer führte danach die Besucher um die Becken der Anlage.
Seit der Sanierung und Erweiterung der Anlage ist ein Kombibecken in Betrieb in dem das Abwasser der Gemeinde Deining geklärt wird. Hier macht man sich einen natürlichen Vorgang zu Nutze, indem man im Becken durch Sauerstoffzufuhr günstige Lebensbedingungen für Kleinstlebewesen – hauptsächlich Bakterien – schafft. Diese sind in der Lage, gelöste organische Abwasserstoffe in anorganische Verbindungen umzuwandeln. Scherer ermahnte die Anwesenden achtsam mit unserem Trinkwasser umzugehen.
Der Nachmittag klang nach der ca. 90 minütigen Führung am Feuerwehrhaus aus, wo die Feuerwehr Spezialitäten vom Grill anbot. Die Kinder konnten sich in einer Hüpfburg und allerlei Spielen wie Stelzen und dem ‘heißen Draht‘ vergnügen.
 - Dieser Baum wurde unfachmännisch umgeschnitten“ - eine schlechte Visitenkarte.
Noch nach Jahren verrät die Schnittfläche eines Baumstumpfes, wer einen Baum zu Fall gebracht hat - war´s ein ausgebildeter Fachmann, der ihn fachgerecht gefällt hat oder war´s ein „blutiger“ Laie, der ihn einfach nur umgeschnitten hat.
„Am Baumstumpf erkennt der Fachmann die Schnittführung und Fälltechnik des Waldarbeiters. Der Waldarbeiter hat quasi seinen Fingerabdruck hinterlassen - war er fachlich qualifiziert und hat sorgfältig gearbeitet, oder war´s ein Laie, der am Werk war“, sagt Sicherheitsberater Alois Frühmorgen von der Land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft Niederbayern/Oberpfalz und Schwaben. Frühmorgen weiter: „Schlimm ist es, wenn sich ein schwerer Waldunfall ereignet hat und meine Kollegen und ich vor Ort, meist zusammen mit der Kripo, feststellen müssen, warum es zum Unglück kam und ob jemand Schuld daran war. Der Blick auf den Baumstumpf verrät dabei sehr viel.“
Wer Bäume sicher und bestandsschonend fällen möchte, kann sich dazu an der Bayerischen Waldbauernschule in Goldberg (Tel.: 09441/6833-0; Fax.: 09441/6833-133; E-Mail: poststelle@wbs.bayern.de ) schulen lassen. Und noch ein Vorteil: Immer mehr Waldbesitzer übergeben die schwere und gefährliche Waldarbeit an ausgebildete Fachleute. Hier tut sich ein Markt auf für die, die´s gelernt haben.
Die Kosmische Erziehung ist ein herausragendes Thema bei der Pädagogik von Maria Montessori. Es beinhaltet jedoch nicht nur unser Universum, sondern auch all das, was wir alle unter der Rubrik „Heimat- und Sachkunde“ verstehen. Maria Montessori geht hierbei immer vom großen Ganzen ins Detail- bzw. zum Spezialthema, damit die Zusammenhänge verständlich und klar dargeboten werden können.
Die Montessori Schüler in der 1. Klasse bastelten die Planeten unseres Universums.
Dabei lernten sie folgenden Spruch, um sich die inneren Planeten (sind näher an der Sonne als die Erde) und die äußeren Planeten (weiter weg von der Sonne als die Erde) in unserem Universum besser merken zu können.
Die folgenden Anfangsbuchstaben geben jeweils den ersten Buchstaben eines Planeten an.
Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel.
Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun
(falls Sie Pluto vermissen, dieser zählt seit kurzem nicht mehr zu den Planeten)
Die bemalten Planeten werden in unserem Raum der Wissenschaft, (das ist bei Maria Montessori der Raum für die Kosmische Erziehung) dauerhaft aufgehängt.
Um das ganze Projekt abzurunden, fuhr die Klasse am 09. April zur Sternwarte nach Neumarkt und lernten dort noch einiges über die Entstehung unseres Universums. Leider war es ihnen nicht vergönnt den Sternenhimmel durch das Teleskop zu betrachten, da der Nachthimmel mit Wolken verhangen war. Die Freude an dem Abend war den Kindern dadurch jedoch nicht zu nehmen.
Hier lauschen die Kinder einer Planetenreise (Hörbuch) welches von einem Kind mitgebracht wurde.
Die Schüler bringen bei jedem Projekt selbst viel Wissen und Arbeitsmaterial ein. Sie lesen auch dadurch aus ihren mitgebrachten Planetenbüchern viel lieber vor.
In Gruppenarbeiten wurden dann auch noch die Planetensymbole, deren Namen (von griechischen Gottheiten) der Lieblingsplaneten und die Sternbilder in unserem Nachthimmel erarbeitet und besprochen. Diese Daten und die Beschaffenheit und Besonderheit des jeweiligen Planeten wurden in einem Planetenbuch von den einzelnen Gruppen dokumentiert.
Die Reise zu den Lieblingsplaneten der Schüler wird als Hörspiel verfasst und den Eltern noch zu Gehör gebracht. Das die Kinder bei diesem Projekt auch gleich die englischen Begriffe lernten versteht sich auf Grund unserer Schwerpunkte Natur und Englisch.
Wir möchten uns auf diesem Wege auch nochmals bei Herrn Mario Heck von der Firma Heck-Design aus Mühlhausen für die kostenlose Erstellung des Eingangsschildes unserer Schule recht herzlich bedanken.
Jürgen Hillebrand, Vorstandsmitglied, www.montessori-jura.de, verein[at]montessori-jura.de
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